Langes Arbeitsleben macht Chic

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Wir leben in einer modernen Welt und meist auch in einer modernen Wohnsituation. Da erwacht schon mal die Sehnsucht nach der Vergangenheit. Wir suchen nach Spuren, nach Geschichte und wünschen uns zwischen all dem Neuen auch Dinge, die gelebt wirken und die uns eine Geschichte erzählen. Altes macht nämlich Neues viel interessanter. Kein Wunder, Gegensätze ziehen sich ja nicht umsonst an. So entsteht auch im Wohnbereich mit Gegensätzlichem mehr Spannung und die Einrichtung bekommt die Persönlichkeit, die der Wohnung sonst oft fehlt.
Da wir aber trotz all dem keine wirklich Lust auf Oma-Chic und Rüschen haben, edle Antiquitäten rar und teuer sind und dazu oft zu schwer oder falsch am Platz wirken, haben wir uns in den Vintage- und Industriallook verliebt.

Die industriellen Möbel passen gut in unseren Alltag. Sie sind praktisch, halten was aus und zeigen die Spuren eines langen Arbeitslebens. Was einst Arbeitstische in Fabriken waren, sind nun chice Esszimmermöbel zuhause. Die alten Schreibpulte und Regale von Büroangestellten, die lange vor dem Computerzeitalter Bücher von Hand mit Zahlen und Transaktionen füllten, sind nun unsere superstylishen Mitbewohner. Werkzeugbanken, Tuchtische, Kassenschränke und Rollregale in allen Grössen und Ausführungen, die Werkstätten und Fabriken im Industriezeitalter möblierten sind, nun die begehrtesten Fundstücke von Wohnbegeisterten.

Flohmärkte und Brockenhäuser sind praktisch leergekauft in Sachen Industrial-Chic. So werden mittlerweile Möbel in diesem Stil auch neu hergestellt, oft aus alten, recycelten Materialien. Da finden wir Bücherregale deren Holz einst indische Fischerboote waren oder Tische deren Platte auf ein Vorleben als Türe oder Dachboden zurückschauen kann.
Ein Geschäft, das eine sehr grosse und schön ausgewählte Kollektion an Altem, Neuinterpretiertem und Recyceltem im Indstriallook anbietet, ist Walter, an der Geroldstrasse in Zürich.

Es werden auch viele neue Designs entwickelt, die sich an der Industrie und am Handwerk orientieren. Diesel Home ist ein gutes Beispiel. Hier finden wir eine ganze Kollektion, die aussieht wie in einem Fotostudio zu Blow-Up Zeiten. Sideboards, die wie Stativ- und Lichtkoffer aussehen und Lampen, deren Optik an alte Objektive erinnert.

Aber nicht nur grosse Möbel kommen im Vintage- oder Industrial Look daher, sondern auch Kleines. Beistelltischchen etwa, viele kleine Rollmöbel, Sandeimer, die neu als Papierkörbe dienen, Blechdosen, die Guetzli, Zigarren, Nägel oder Wekzeug unserer Urgrosseltern beherbergten, oder Metalltafeln, die einst als Informationsträger in Fabriken hingen und nun unsere Wände dekorieren.

Der Vintage- oder Industrial-Chic liebt aber auch das Landleben. So mögen wir denn auch Rustikales und Praktisches, das uns ans einfache Leben auf dem Land erinnert. Emaillegeschirr etwa, alte Töpfe, riesige Suppenschüsseln und handgefertigte Keramik, zerbeulte Milchkesseli stehen auf dem Küchenbüffet, Drahtkörbe sind gefüllt mit Äpfeln oder Zeitungen und Küchenbuffets mit vielen Schubladen und Glastüren sind beliebte Warmmacher in sonst unpersönlichen Einbauküchen.

So verbindet denn der Vintage- und Industrial-Chic nicht nur die Gegenwart mit der Vergangenheit, sondern er bringt viel Praktisches, Mobiles und Alltagstaugliches in unseren Wohnalltag. Die gelebt wirkenden Einzelstücke passen sich gut verschiedenen Stilen an und können so immer wieder neu und anders inszeniert werden. Kleine Rollmöbel eignen sich zum Beispiel gut im Bad als Staumöbel für Badeartikel und Frottéewäsche. Alte Holbänke und Hocker geben Beistelltische neben Sessel und Sofa ab und Industrieleuchten und Werkzeugkisten geben unserem Arbeitsplatz nicht nur Stil sondern auch Ordnung und gutes Licht.

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Auch eine Küche wirkt interessanter mit industriell Angehauchtem. Küchenmöbel von Diesel Home (Bild: Diesel Home).

 

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Holzbänke und Holzhocker geben schöne Beistellmöbel im Wohnzimmer ab (Bild: Bloomingville).

 

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Auch Textilien nehmen den Trend zum Industriellook auf. Badetücher von H+M Home (Bild: H+M Home).

 

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Rollmöbel dienen in der Küche, im Esszimmer aber auch im Arbeitsbereich oder gar im Wohnzimmer als praktische Ablagemöbel (Bild: Madam Stoltz).

 Industrial liebt Landhaus, ein schönes Beispiel wie toll das aussehen kann von Nü Home (Bild: Nü Home).


Industrial liebt Landhaus, ein schönes Beispiel wie toll das aussehen kann von Nü Home (Bild: Nü Home).

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Der Industrialchic ist auch in grossen Möbelhäusern zu finden. Fly bietet eine schöne, unkomplizierte kleine Kollektion in diesem Stil an (Bild: Fly).

 

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Ein Arbeitsplatz bekommt mit Accessoires im Vintagestil viel persönlichkeit und Stil und erst noch mehr Ordnung (Bild: Bloomingville).

 

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Alte Apothekemöbel, Glasglocken und Industriestühl, alles Dinge, die eigentlich nicht für die Wohnung gedacht waren und nun Lieblingsstücke zuhause sind (Bild: House Doctor).

 

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Rollmöbel können als alles Mögliche eingesetzt werden. Dieses hier gibt eine super Kleiderstange und mit Regalen vershen ein tolles Regal (Bild: Madam Stoltz).

 

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Bei Diesel macht man nicht nur Jeans sondern auch Möbel. Si hat man sich an den Fotostudios von Modefotografen orientiert und Möbel kreiert die ausehen wie praktisches Fotografenequipment (Bild: Diesel Home).

 

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Auch neues Design zeigt den Stil des Industriellen. Ein sehr gelungenes Beispiel ist dieser Esstisch von Pfister, welcher  aus einer rustikale Eichenplatte und einem metallenen Rohrgerüst besteht (Bild: Pfister).

 

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Beliebte Accessoires im Vintagestil: Leuchten und Kisten, beides von House Doctor (Bild: House Doctor).