Steuern 2012

Die Steuererklärung ist bald fällig. Rechtsanwalt Pavlo Stathakis vom HEV Schweiz sagt, woran man als Eigenheimbesitzer denken sollte und was sich in nächster Zukunft ändern könnte.

Bekanntlich gehört die Dumont-Praxis seit dem 1. Januar 2011 in der gesamten Schweiz der Vergangenheit an. Aber es gibt andere Fragen, die Hauseigentümer/-innen unter den Nägeln brennen.

Jetzt kennt nur noch Luzern keine Wechselpauschale

Im Zusammenhang mit den abzugsfähigen Unterhaltskosten kennen nun sämtliche Kantone, bis auf den Kanton Luzern, die Wechselpauschale. Mit andern Worten: Mit Ausnahme des Kantons Luzern können Eigenheimbesitzer jetzt überall jährlich wählen, ob sie in der Steuererklärung den Pauschalabzug oder die effektiven Kosten des Unterhalts geltend machen wollen.

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Steuererklärung 2012, notwendiges Übel?! (Bild: HEV Schweiz)

2012 kommen gleich zwei Bausparinitiativen vors Volk

Das steuerbegünstigte Bausparen ist Gegenstand von zwei Volksinitiativen. Der Bundesrat hat sich gegen das steuerbegünstigte Bausparen ausgesprochen. Die HEV-Initiative sieht im Gegensatz zur Baselbieter Initiative aus steuerharmonisierungsrechtlichen Gründen die obligatorische Einführung des Bausparens in der ganzen Schweiz vor und beschränkt sich auf den Kern des Bausparanliegens ohne das Energiebausparen. Am 11. März 2012 kommt es zur Volksabstimmung der zuerst eingereichten Bauspar-Initiative aus dem Kanton Baselland und voraussichtlich am 17. Juni 2012 zur Abstimmung über die Bausparinitiative des HEV Schweiz.

Abschaffung der Eigenmietwertbesteuerung

Die Besteuerung der Eigenmiete ist seit langem umstritten. Die vom HEV Schweiz eingereichte Initiative «Sicheres Wohnen im Alter» möchte Hauseigentümern im Rentenalter das einmalige Wahlrecht einräumen, den Eigenmietwert nicht mehr zu versteuern. Im Gegenzug dürfen die eigenheimbezogenen Schuldzinsen steuerlich nicht mehr geltend gemacht werden. Der Bundesrat lehnte diese Initiative ab und sprach sich in seinem indirekten Gegenvorschlag für die Abschaffung der Eigenmietwertbesteuerung für alle Wohneigentümer aus. Mittlerweile haben sich National- und Ständerat gegen den indirekten Vorschlag ausgesprochen. Die Initiative wird dem Volk daher ohne Gegenvorschlag zur Abstimmung vorgelegt.


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