7 Dinge, die Ihr Vermieter von Ihnen verlangen darf

Als Mieter stehen Ihnen einige Rechte zu, aber auch Pflichten, die eingehalten werden müssen. Diese Punkte sollten Sie beachten, damit ihr Mietverhältnis einwandfrei verläuft.

1. Mietkaution zahlen

Sofern dies im Mietvertrag vereinbart wurde, steht es dem Vermieter bereits bei Beginn des Mietverhältnisses zu, bei der Miete von Wohnräumen, höchstens drei Monatszinse als Sicherheit zu verlangen. Hat der Vermieter innert einem Jahr nach Beendigung des Mietverhältnisses keinen Anspruch gegenüber dem Mieter rechtlich geltend gemacht, so kann dieser von der Bank die Rückerstattung der Sicherheit verlangen

 

2. Pünktlich Miete zahlen

Die wohl wichtigste Pflicht des Mieters, ist die Einhaltung der Zahlungstermine. Der Mieter muss den Mietzins und allenfalls die Nebenkosten am Ende jedes Monats, spätestens aber am Ende der Mietzeit bezahlen, wenn kein anderer Zeitpunkt vereinbart oder ortsüblich ist (OR Art. 257c). Ist der Mieter mit der Zahlung im Rückstand, dann kann ihm der Vermieter schriftlich eine Frist zur Zahlung setzen. Der Vermieter hat diesbezüglich auch das Recht, dem Mieter anzudrohen, dass bei unbenütztem Ablauf der Frist das Mietverhältnis gekündigt wird. Solch eine Frist muss mindestens zehn Tage dauern. Wird vom Mieter innert der gesetzlichen Frist immer noch nichts bezahlt, dann steht es dem Vermieter zu, mit einer 30-tägigen Frist auf Ende eines Monats fristlos zu kündigen (OR Art. 257d).

 

3. Mängel melden

Eine weitere zentrale Pflicht des Mieters, ist die Meldepflicht. Genauer versteht man darunter die Pflicht, Mängel, die er nicht selber zu beseitigen hat, dem Vermieter zu melden. Wird das nicht vom Mieter gemacht und es ergibt sich daraus folgend weitere Folgeschäden, so haftet der Mieter für den Schaden, der daraus entsteht.

 

4. Kostenübernahme bei Reparatur?

Reparaturen und Unterhalt an der Wohnung sind eine Gegenpflicht des Vermieters für den Mietzins. Aber aufgepasst, auch hier gibt es eine Ausnahme: Kleine Mängel, bei denen ein Fachwissen nicht notwendig ist und ohne grossen Aufwand auch selbst behebt werden können, müssen auf eigene Kosten beseitigt werden. Dazu zählen zum Beispiel das Ölen von Scharnieren und das Anziehen von losen Schrauben. Doch was fällt nicht mehr unter Kleinreparaturen? Grundsätzlich gehen Reparaturen und Reinigungen von Gegenständen, welche man als Mieter nicht mehr selbst erledigen kann, auf Kosten des Vermieters. Darunter kann zum Beispiel die Reparatur des defekten Ofens oder das Reinigen von Fensterläden fallen, wenn das ohne Gerüst gefährlich ist.

 

5. Untermieter: Vermieter fragen?

Wenn Sie das Mietobjekt ganz oder teilweise untervermieten, müssen Sie hierfür die Zustimmung des Vermieters einholen.  Dabei kann derVermieter von Ihnen verlangen das Mietobjekt nicht weiter zu vermieten. Die Verweigerung der Zustimmung ist jedoch nur möglich, wenn die Bedingungen der Untermiete im Vergleich zu denjenigen des Hauptmietvertrags missbräuchlich sind, dem Vermieter aus der Untermiete wesentliche Nachteile entstehen oder Sie als Mieter sich weigern würden, dem Vermieter die Bedingungen der Untermiete bekanntzugeben. (OR Art. 262)

 

 6. Heizpflicht

Nicht im Gesetz geregelt, aber trotzdem etwas, das vom Vermieter verlangt werden kann, ist die Pflicht ihre Heizung zu betreiben. Wird dies nicht getan, kann als Folge darauf in einer schlecht oder nicht beheizten Wohnung Schimmel entstehen oder gar ein Rohr einfrieren. Im schlimmsten Fall kann der Vermieter von Ihnen als Folge darauf Schadenersatz einfordern.

 

8. Die Hausordnung beachten

Wichtig ist es auch, die Regeln in der Hausordnung einzuhalten. Ein wesentlicher Punkt ist das Thema Lärm. Drehen Sie die Musik nicht zu laut auf oder nutzen Sie das Treppenhaus nicht als Ort für Gerümpel Aufbewahrung. Bei besonders schweren Zuwiderhandlungen kann es auch zu einer Kündigung kommen.