7 Dinge die Sie vor einem Hauskauf beachten sollten

Der Kauf einer Wohnung oder einem Haus kann schnell zeitaufwendig und anstrengend sein. Fällen Sie aber die Entscheidung nicht aus dem Bauch heraus, sondern prüfen Sie sorgfältig. Hier ein paar Tipps, was Sie als Käufer beachten sollten.

1. Inserat

Immobilienanzeigen können viel versprechen: „in bestem Zustand“, „sehr gepflegt“ oder „neuwertig“. Sie müssen sich aber bewusst sein, dass diese Angaben nicht verbindlich sind und die Verwaltung oder der Verkäufer nicht dafür haftet.

2. Besichtigung

Das Objekt der Begierde sollte von oben bis unten besichtigt  und dabei keinen Winkel ausgelassen werden. Lassen Sie sich Zeit, auch wenn mehrere Besichtigungstermine dafür notwendig sind. Wir empfehlen, bei einem der Termine einen Bauexperten mitzunehmen. Dieser wird Sie beraten und Dinge erkennen, die ein Laie leicht übersehen kann.

3. Wie ist der Zustand des Hauses

Achten Sie auf die Beschaffenheit des Hauses. Auch wenn Sie noch so hingerissen sind von der Immobilie, lassen Sie sich nicht blenden! Achten Sie sorgfältig darauf, ob Risse, Fassadenschäden oder sonstige Mängel zu erkennen sind. Grundsätzlich sind Verkäufer zwar verpflichtet, auf bekannte Mängel aufmerksam zu machen, verlassen Sie sich aber nicht allein darauf. Um sich ein möglichst ausführliches Bild über den Zustand des Hauses machen zu können, sollten Sie eventuell sogar ein Baugutachten erstellen lassen.

4. Sind Renovierungsmassnahmen notwendig?

Bei den meisten Häusern muss mit Renovierungsarbeiten gerechnet werden – sei dies gleich nach dem Hauskauf oder zu einem späteren Zeitpunkt. Sanierungsarbeiten werden immer mal wieder auf Sie zukommen. Sollten Sie ein altes Haus kaufen wollen, berücksichtigen Sie im Voraus die Instandhaltungskosten und mögliche Reparaturen. Überlegen Sie sich mit welchen Kosten eventuell zu rechnen ist und bilden Sie möglichst frühzeitig Rücklagen, damit Sie für den Fall der Fälle gewappnet sind.

5. Die Lage

Erfüllt die Immobilie Ihre Grundbedürfnisse wie Zimmeranzahl sowie der Fläche, dann sollten Sie sich der Lage des Hauses zuwenden. Wie sind die Verkehrsverbindungen zur Schule, Einkaufsmöglichkeiten und Ihrem Arbeitsweg? Spazieren Sie durch die Gegend und verschaffen Sie sich einen Überblick. Die Umgebung ist ausschlaggebend für den Wert der Immobilie und infolgedessen auch für den Preis. Vielleicht laufen Sie zudem gerade einem Ihrer zukünftigen Nachbarn über den Weg. Stellen Sie sich vor, unterhalten Sie sich. So bekommen Sie ein erstes Gefühl für das spätere Miteinander.

6. Informationen einholen

Holen Sie sich so viele Informationen über die Immobilie ein, wie Sie benötigen. Wie sieht zum Beispiel der geschichtliche Hintergrund des Hauses aus? Das Grundbuch kann Ihnen dabei weiterhelfen. Es ist öffentlich einsehbar und gibt Auskunft über allfällige frühere Eigentümer, wer Rechte am Grundstück besitzt oder ob das Grundstück mit Pfandrechten belegt ist. Als zukünftiger Grundstückbesitzer sollten Sie über alle Einträge im Grundbuch informiert sein. Weitere Informationen können Sie bei der Gemeinde (z.B. Steuerfuss) oder den Nachbarn (z.B. Umgebung) einholen. Studieren Sie ausserdem den Bebauungsplan und – reglement einer Fachperson. Vor allem sollten sich als Käufer auf das angegebene Baujahr eines Hauses verlassen können. Falls das Haus früher errichtet als Ihnen mitgeteilt wurde, kann der Kaufvertrag als nichtig erklärt werden, denn die falsche Angabe stellt einen Mangel dar.

7. Kaufvertrag checken

Wer seine Traumimmobilie gefunden hat, sollte nicht gleich den Kaufvertrag unterzeichnen, sondern erst einmal einen kühlen Kopf bewahren und den Vertrag genau unter die Lupe nehmen. Gehen Sie den Kaufvertrag nochmals akribisch durch.  Im Vertrag sollten präzise Angaben von Preis, Terminen, Sicherstellung, Garantie, Zahlungsbedingungen und die Regelung von Steuern und Gebühren aufgelistet sein. Nehmen Sie sich in Acht vor Gewährleistungsausschlussklauseln für Mängel – das kann bei nicht ersichtlichen Mängel problematisch werden. Ausserdem sollte darauf geachtet werden, dass die Grundstückgewinnsteuer, welcher der Verkäufer bezahlt, vertraglich geregelt ist und die Zahlung auf ein Sperrkonto gesichert wird. Sollte es Abschnitte geben, die Sie nicht verstehen, wenden Sie sich an einen Anwalt oder an den zuständigen Notar. Prüfen Sie genau, ob im Vertrag nichts vergessen wurde. Mündliche Versprechen sind im Nachhinein nicht beweisbar. Ausserdem sollten Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen. Zum Überprüfen der Unterlagen sollten Sie mindestens zwei bis drei Wochen Zeit haben.