»Das ist mein Traum-Eigenheim« Mountainbiker Lukas Flückiger geniesst es auch mal Zuhause

Wie sieht es eigentlich bei einem Spitzensportler Zuhause aus? Worauf hat sich Lukas Flückiger beim Hausbau besonders geachtet und welchen Einrichtungsstil bevorzugt er? Wir hatten die Möglichkeit dazu, ihm diese und noch viele weitere Fragen persönlich zu stellen. 

 

Was schätztest du an deinem Zuhause?

An meinem persönlichem Zuhause schätze ich die Freiheit zur Veränderung, wie ich es gerne hätte. Meine Oase, zu der ich gerne zurückkomme. In Winnigen ist man zentral gegen das Mittelland, aber trotzdem noch zurückgezogen.

 

Hat sich dein Zuhause während der Erholung vom Sturz bewährt?

Es war ein grosser Sturz, mittlerweile geht es mir aber wieder recht gut. Es schmerzt mich zwar extrem, dass ich nicht an der WM teilnehmen konnte, aber mich zuhause zu erholen war auch schön. Geplant war, dass wir in die Ferien gehen, durch den Sturz entschieden wir uns aber zuhause zu bleiben und dort quasi Ferien zu machen. Da es ohnehin wie ein kleines Paradies für mich ist, konnte ich mich gut entspannen und mal richtig abschalten.

 

Wie bewahrst du deine Velos auf? Hast du vielleicht ein Spezielles, das du auf eine besondere Weise ausgestellt hast?

Nein, ich habe nichts ausgestellt. Wir haben eine grosse Autogarage mit einer Trennwand gebaut, hinter der sich eine Art Velo-Auto-Werkstätte befindet. Bei mir Zuhause ist der Sport eigentlich nicht ersichtlich. Es liegen keine Trikots oder Trophäen herum. Eine Art bewusste Trennung. Ich verschenke oder verkaufe meine Velos gegen Jahresende immer weiter, und ich sehe, dass einige diese tollen Velos im Wohnzimmer zeitlich aufbewahren. Das wäre aber nichts für mich. Der Velokeller und die Autogarage gehören separat zum Wohnbereich.

 

Wo und wie platzierst du deine Auszeichnungen?

Ich bewahre sie oben im Estrich in einer Kiste.

Ich bin zwar ein extremer Materialist, aber die Auszeichnungen an sich bedeuten mir nicht viel. Das Höhegefühl an einem Wettkampf ist die Bestätigung, dass ich das Richtige getan habe –  richtig für meine Ziele trainiert und nicht die Auszeichnung am Schluss. Der Erfolg macht mich glücklich. Die Erlösung, wenn der Start durch ist und ich ans Ziel gelange. Der Adrenalinmodus und die Erlösung am Ende sorgen für meine Zufriedenheit. Daher würde ich sie ungern ausstellen. Meine ältere Tochter hat jedoch erst kürzlich die Trophäen entdeckt und spielt gerne damit.

 

Hast du sonst ein Lieblingsobjekt, das dir besonders wichtig ist?

Jetzt ist mein Lieblingsstück das Haus an sich. Es dauerte sehr lange, etwa 2.5 Jahre bis das Haus komplett vollendet wurde. Daher gehen wir auch nicht wirklich in die Ferien. Das Haus ist unser Traum. Es ist zwar etwas, was ich nicht mitnehmen kann, aber ich bin sehr stolz darauf. Mein Eigenheim gebaut zu haben, wie ich es wollte. Ein Objekt, zu dem ich jederzeit gerne zurückkomme.
Mein Grillplatz draussen ist auch ein Ort, den ich immer wieder nutze und bei dem ich es liebe Zeit zu verbringen. Einen Gegenstand an sich habe ich aber nicht.

Hast du einen Lieblingsplatz oder ein Rückzugsort?

Mein Lieblingsplatz ist eigentlich mein Kraftraum. Unten im Haus habe ich mein kleines Fitness-Center eingerichtet. Dort bin ich für mich alleine und kann mein Training so absolvieren wie ich es möchte. Mein «Männerbereich».

 

Hat deine Frau ihr «Frauenbereich»?

Die Küche. Ja, das klingt sehr klischeehaft, es ist aber wahr! :) Beim Bau unseres Eigenheimes, haben wir viele Häuser angeschaut. Die Küche war ihr dabei immer besonders wichtig. Immerhin spielt sich dort ein Grossteil unseres Familienlebens ab.

 

Habt ihr Haustiere?

Nein. Auf jeden Fall nicht das ich wüsste. ;)

Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen und habe einen sehr guten Bezug zu Tieren, kann selber Tiere aber schlecht im Haus integrieren. Vielleicht liegt es daran, dass ich in meiner Kindheit so viele Tiere um mich hatte. Mit zwei Kindern sind wir aber auch so genug beschäftigt.

 

Wie würdest du euren Einrichtungsstil beschreiben? Hat er sich durch eure zwei Kinder verändert?

Ich habe zumindest versucht, dass wenn man ins Haus herein kommt nicht gleich sieht, dass Kinder darin wohnen. :) Überall Lego-Bauteile oder Spielzeug auf dem Boden, ist nicht so meins. Durch die Kinder selbst hat sich daher nicht besonders viel verändert – bis auf Laufgitter etc. natürlich. Unser Haus hat aber keinen durchgängigen Stil. Mir gefallen sehr viele unterschiedliche Einrichtungsstile. Zum Beispiel haben wir das alte Holz vom Bauernhaus teilweise in unseren Wänden wiederverwendet. Unser Stil kombiniert alt mit modern. Kein Chaos, aber jeder konnte seine Ideen in bescheidendem Stil verwirklichen.

Am liebsten hätte ich ein Holzhaus gebaut, meine Frau aber eher etwas Modernes. Da mussten wir Kompromisse eingehen –  aussen Modern, innen mehr vom Holzbau. Zurzeit arbeiten wir noch dabei ein wenig Farbe ins Haus zu bringen. Etwas bunter, aber auf keinen Fall zu experimentell! :)

 

Drei Stichworte, die dich Zuhause beschreiben?

Auf jeden Fall bin ich ein Morgenmuffel. Da ich meinen Tagesablauf selber planen kann, macht es für mich keinen Sinn um 7.30 Uhr aufzustehen.
Ich bin ordentlich, schon fast ein wenig pingelig, je nachdem. Dank den Kindern habe ich gemerkt, dass ich gewisse Dinge viel zu ernst genommen habe und kann jetzt bewusster an Situationen herangehen.
Wenn ich Ferien habe, dann bin ich aber definitiv faul. Ohne Ziel bin ich doch eher antriebslos.

 

Wie habt ihr eure Zimmer aufgeteilt?

Wir haben oben drei gleich grosse Zimmer, ein kleines Zimmer und ein Bad. Unten haben wir ein Büro, ein Reduit, ein kleines Badezimmer und den Wohn-/Küchenbereich mit Eingang. Wir gehen aber eigentlich nur hinauf um zu schlafen. Unser Familienzentrum ist die Küche, der Wohnraum oder das Büro. Wir haben auch einen TV, benutzen ihn aber ziemlich selten, eher im Winter, im Sommer eigentlich nie.

 

Dein Wohn-credo? Was muss ein Daheim für dich auf jeden Fall haben?

Ein grosser Sitzplatz und ein Bad mit einer grossen Dusche. Es soll auch ruhig und dunkel sein. Dunkel im Sinne davon, dass ich in Ruhe schlafen kann.

 

Wie sieht bei euch ein gemütlicher Tag aus?

Ein gemütlicher Tag bei uns ist der Samstag. Wenn wir an einem Wochenende Gartenarbeit machen und am Abend grillieren können, das finde ich etwas vom Schönsten. Ein erholsamer Tag spielt sich bei uns draussen ab.

 

 

Verbringst du im Allgemeinen viel Zeit zu Hause?

Im Winter bin ich recht viel Zuhause. Ende September/Oktober bis Mitte Januar bin ich eigentlich immer zuhause. Ein Teil des Trainings absolviere ich auch bei uns. Nur in der Zeitspanne der Wettkämpfe bin ich weniger oft Zuhause. Viel ist da Definitionssache.

 

Hast du lieber ein volles Haus oder Ruhe?

Das Weihnachtsessen meiner Familie findet bei uns daheim mit mittlerweile 25-30 Leuten statt. Ansonsten treffen wir uns selten alle gemeinsam.
Tendenziell habe ich lieber ein ruhiges Haus, haben aber trotzdem oft viel Besuch. Dadurch, dass wir ins Dorf gezogen sind, lernt man automatisch mehr Leute kennen. Und auch durch mein Hobby der Kaffeekultur lernt man schnell jemand neues kennen. Manchmal ist es schön viel Besuch zu haben, trotzdem geniesse ich aber auch die Ruhe und die Möglichkeit alleine zu sein.

 

Bist du ein ewiges Land-Kind?

Definitiv. Vom Ort an dem ich aufgewachsen bin, dauerte es etwa 30 Minuten mit dem Auto zum nächsten Coop. Wo wir jetzt wohnen, im Dorfkern, hat es alles. Es ist eine relativ grosse Gemeinde mit Volg, Metzgerei etc. Ich habe das eher isolierte Aufwachsen geschätzt. Für das soziale Leben meiner Kinder ist die jetzige Lage aber bestimmt besser. Und auch für meine Frau. Sie ist während dem Sommer viel alleine, weil ich auf Reisen oder an Wettkämpfen bin. Mittlerweile könnte ich mir auch vorstellen in die Stadt zu ziehen, ich mag aber meine Freiheit auf dem Lande!

 

Du hattest dein vorheriges Haus auf homegate.ch ausgeschrieben?

Mein Schwiegervater hat es ausgeschrieben, stimmt, aber nicht allzu lange. Wir haben uns dann entschieden, das Haus meinem Bruder zu übergeben. Es ist ein ganz besonderes Haus – schön ist es in der Familie geblieben!

 

Wie war die Erfahrung mit Interessenten?

Es fanden doch einige Besichtigungen statt – vielleicht so fünf Paare. Das Haus ist auch wirklich etwas Spezielles! Ich hätte es gerne behalten, wenn wir die Möglichkeit zum Umbauen gehabt hätten. Es liegt aber in der Landwirtschaftszone, die viele Vorschriften erfordert. Zum Teil auch unter Heimatschutz. Im Gesamten hatten wir das Haus aber gar nicht lange ausgeschrieben um das Interesse überhaupt abschätzen zu können. Dafür geniesst es jetzt mein Bruder!

 

Wie bist du zu deinem jetzigen Eigenheim gekommen?

Wir haben ein altes Bauernhaus gekauft und dieses umgebaut. Mitten im Dorf mit viel Land.
Mein Vater hat eine kleine Apfel-Mosterei in Winnigen. Ich war dort öfters auf Besuch und sah, dass das alte Bauernhaus ausgeschrieben war.
Wir haben das komplette alte, nicht mehr bewohnbare Haus abgerissen und unser jetziges Haus an einer neuen Lage aufgebaut. Daher hatten wir auch 2.5 Jahre – eine halbe Ewigkeit, die sich am Schluss gelohnt hat!

 

Etwas, dass du anderen Eigenheim-Suchern empfehlen würdest?

Ich habe nun mein Traumhaus. Aber wenn ich alle Faktoren miteinbeziehe, würde ich ein paar Kompromisse eingehen und ein bestehendes Haus kaufen. Erstens, macht einen das Bauen älter, es braucht sehr viele Nerven. Zweitens sieht man bereits nach kurzer Zeit Details am Haus, die man gar nicht mehr so haben möchte. Bei einem bestehenden Haus wäre man nicht so selbstkritisch.

 

Dein Eigenheim entspricht also deinem Traumhaus?

Mein jetziges Haus ist mein Traumhaus aufgrund von Art, Lage und wie es im Inneren ist. Klar, wäre es mein Traum gewesen ein Holzhaus zu bauen. Aber die Aufteilung der Räume und der Ablauf von unserem Familienleben ist im jetzigen Haus unglaublich gut aufeinander abgestimmt.

 

Wo würdest du am liebsten alt werden?

In meinen Eigenheim.

Aber wenn ich ganz ehrlich bin, dann würde ich persönlich gerne auswandern. Es ist zwar genial hier in der Schweiz, aber manchmal, würde ich gerne in Kanada wohnen. Regeln fallen mir schwer, daher wäre der absolute Traum eine Farm in Kanada. Dies ist aber natürlich nichts Realistisches, das ist mir auch bewusst. Träumen kann man aber immer! :)

Leider hast du die WM auf der Lenzerheide verpasst, was sind deine nächsten Ziele?

Genau, das war leider ein grosses Ziel, das ich verpasst habe. Unsere Sportart ist auch eine Randsportart. Und diese WM zu verpassen, hat schon weh getan. In den letzten Wochen war ich daher ein bisschen ziellos. Natürlich sind aber die Olympischen Spiele noch ein absehbares und realistisches Ziel. Mit drei Quotenplätze in der Schweiz ist es zwar herausfordernd, aber definitiv ein Karriereziel. Mit dem Alter wird es sicher nicht einfacher, aber motivierender.

 

Wie bereitest du dich vor? Hast du Bräuche, die du Zuhause vollziehst?

Ein bestimmtes Raster habe ich nicht, da ich ja auch unterwegs bin. Was mir aber vorgegeben ist, ist das Essen und der Zeitplan, welcher mir mein Tagesablauf vor dem Wettkampf aufzeigt.

 

Aus Neugierde stöberst du immer wieder gerne bei homegate.ch. Was bräuchte es, damit du ein Kontaktformular ausfüllst?

Ich schaue gerne was so in unserer Region ausgeschrieben ist. Im Moment hat es nichts, das mich anspricht. Aber ich habe auch schon einige Häuser gesehen, gegen die ich mein Haus eintauschen würde. Ich bin zwar sehr zufrieden, sehe aber auch Häuser, die ich recht interessant finde. Vor dem Bau haben wir viel auf homegate.ch gestöbert und das macht mir auch jetzt noch Spass.

 

Was gefällt dir besonders gut an unserer Website?

Es hat grosse Bilder und eine schöne Darstellung. Wenn ich etwas Suche, ist es gross aufgezeigt. Die Möglichkeit nicht immer auf das Inserat selber klicken zu müssen, sondern bereits einen ersten Eindruck bei der Übersicht zu erhalten, gefällt mir wirklich gut.

 

Du würdest homegate.ch also weiterempfehlen?

Definitiv. Habe soeben erst ein paar Freunde dazu geraten. :)