Das Sicherheitsrisiko bei Weihnachtsbeleuchtungen

Weihnachtsbeleuchtungen? Aber sicher!

In der Vorweihnachtszeit sorgt die Weihnachtsbeleuchtung schon einmal für die richtige Einstimmung auf Weihnachten und ist ein absolutes Muss für Weihnachtsfans. Damit die stimmungsvolle Dekoration nicht mit einer bösen Überraschung endet, verraten wir, worauf zur Sicherheit geachtet werden sollte.

Weihnachtslichter für aussen und innen: Sicherheit geht vor Preis

Seien Sie besonders vorsichtig bei Waren zum Schnäppchenpreis. Egal, ob es sich um Innen- oder Außenbeleuchtung handelt, ein genaues Hinschauen ist wichtig. Denn billige Lichterketten bringen oft schwere Sicherheitsmängel mit sich. Bestenfalls gibt das Schnäppchen einfach nur rasch den Geist auf. Schlimmstenfalls kommt es zu Stromschlägen. Diese kommen vor allem durch billiges Material und Fehler bei der Verarbeitung zustande. Die Billigware ist oft schlecht isoliert, hat keine korrekten Stecker, die Leitungen lösen sich, die Plastikverkleidung ist unzureichend oder porös.

Woran erkennt man gute Qualität?

Beim Kauf der Weihnachtsdekoration sollte unbedingt auf Hochwertigkeit geachtet werden. Wer eine Lichterkette für draußen kaufen will, schaut nach, ob die Leuchtelemente Kennzeichnungen zur Witterungsfestigkeit tragen. Erkennbar ist das an einem Dreieck mit Tropfen („geschützt vor Spritzwasser“), einem Quadrat mit Tropfen („geschützt vor Regenwasser“) und an dem Kürzel „IP 44“, das die Witterungsfestigkeit bei Regen und Schnee garantiert. Wichtig: Eine Beleuchtung für Innenräume darf nicht draußen verwendet werden; umgekehrt ist eine Außenbeleuchtung jedoch auch innen einsetzbar.
Die Verpackung sollte möglichst in deutscher Sprache beschriftet sein und die Angaben zum Hersteller enthalten. Auch auf das GS-Siegel für geprüfte Sicherheit ist zu achten. Eine CE-Kennzeichnung hingegen ist kein offizielles Prüfsiegel. Es bedeutet nur, dass sich der Hersteller freiwillig und nach eigenen Angaben an die Vorschriften gehalten hat.

Billigprodukte entsprechen jedoch oft den deutschen Sicherheitsvorschriften nicht. Hier besteht die Gefahr, dass die Leuchtmittel sich zu stark erhitzen. Befinden sie sich dann auch noch im Umkreis leicht entflammbarer Materialien, kann rasch ein Feuer ausbrechen.

Auch zu Weihnachten Strom sparen

Ein weihnachtliches Lichtermeer ist ein wunderschöner Anblick. Jedoch können die Stromkosten beachtlich sein, die dadurch zusätzlich anfallen. Sehr viel sparsamer sind die neuen Dekorationsobjekte mit LED-Leuchtmitteln. Sie verbrauchen weniger Strom, entfalten weniger Hitze und halten wesentlich länger. Gegenüber herkömmlicher Beleuchtung verbrauchen sie bis zu 90% weniger Strom.
Wer noch mehr sparen will, kauft sich Weihnachtslichter, die mit Solarenergie betrieben werden. Auch eine Zeitschaltuhr spart Strom, da das Abschalten automatisch geschieht und nicht vergessen werden kann.

Welcher Weihnachtsschmuck birgt welches Risiko?

Klassische Kerzen: So schön und traditionell echte Kerzen aus Wachs auch aussehen – sie sollten möglichst nur unter bestimmten Vorsichtsmaßnahmen verwendet werden. Dazu gehört, dass sie außer Reichweite von Kindern und Haustieren stehen. Aber auch bei größter Sorgfalt kann durch einen sich ablösenden Docht ein Brand entstehen.
Ein Eimer Wasser oder ein Feuerlöschgerät sollte in Reichweite sein, wenn Sie auf echte Kerzen nicht verzichten wollen.

Lichterketten und andere Weihnachtsbeleuchtung für innen und außen: Sie bergen wenig Risiken, wenn es sich um LED-Leuchtmittel handelt. Es sollte natürlich darauf geachtet werden, dass das Kabel nicht durchtrennt werden kann. Deshalb ist auch hier wichtig, dass keine Kinder oder Haustiere Gelegenheit haben, unbeaufsichtigt mit einer Lichterkette zu spielen.

Laserweihnachtsbeleuchtung: Mit einem Laserbeamer können Hausfassaden und Gärten weihnachtlich beleuchtet werden. Aber Vorsicht ist auch hier geboten, da der Straßen- und Flugverkehr damit beeinträchtigt werden kann.