Das stille Örtchen als charaktervolles Schmuckstück

Eine unattraktive Gästetoilette aus den siebziger Jahren.

Eine unattraktive Gästetoilette aus den siebziger Jahren.

Was für ein Blickfang zeigt sich nach der Verwandlung.

Was für ein Blickfang zeigt sich nach der Verwandlung – ein wahres Schmuckstück!

Wer will schon nicht vor seinen Gästen in einem guten Licht dastehen? Also, höchste Zeit, auch gewisse Nebensächlichkeiten wie die Gästetoilette ins Visier zu nehmen. Dieser Miniraum wird in seiner Bedeutung massiv unterschätzt, dies obwohl er uns fast noch mehr repräsentiert, als das Wohnzimmer. Der Grund ist einfach: hier kann man alles so richtig schön unbeobachtet unter die Lupe nehmen.

Wer sich bei seinen Gastgebern mal kurz entschuldigt um das WC aufzusuchen, verschwindet nur kurz von der Bildfläche. In diesen wenigen Minuten lässt sich aber das stille Örtchen genau unter die Lupe nehmen, ganz unbeobachtet. Grund genug, diesem Rückzugsort etwas mehr Beachtung zu schenken! Auch ein arg in die Jahre gekommenes Inventar lässt sich mit etwas Kreativität ohne allzu grossen Aufwand in ein Schmuckstück verwandeln.

Keine festen Einbauten

Es hat niemand gesagt, dass nur das Sanitärfachgeschäft im Nassbereich kreative Lösungen anbietet. Im Gegenteil. Hier setzt manch ein Installateur nach wie vor meist auf feste Einbauten und massive Badmöbel, welche für die ‚Ewigkeit‘ installiert werden. So sieht es denn auch nachher aus. Man darf auch die Sanitärräume mit etwas mehr spielerischem Mut angehen. So kann beispielsweise mit  einem ausgedienten Esstisch, welcher im Brockenhaus für wenig Geld erstanden werden kann, eine aussergewöhnliche Lösung gefunden werden. Klar, etwas handwerkliches Geschick ist gefragt, denn genanntes Möbel wird im ersten Arbeitsgang sozusagen zurecht gestutzt. Für einen Untertisch im Sanitärbereich benötigt man meist nur die Tischbeine sowie die dekorativen Kanten. Es macht Sinn, die aufliegende Platte durch eine Granit- oder Marmorabdeckung zu ersetzen und das Lavabo von unten anzubringen.

Hommage an die Gäste

Wenn schon die Späne fliegen, lohnt sich sicher auch die Überlegung, ob die gefliesten Wände im gleichen Zug auch mit Holz verschalt werden könnten. Es ist schon eigenartig; fast alle Gäste-WCs sind von unten bis oben mit Kacheln versehen, als ob hier ständig Unmengen an Wasser rumspritzen würde. Wandverkleidungen aus Holz lassen sich mit der richtigen Lackierung ebenfalls gut reinigen und geben einem Sanitärraum eine sonst kaum zu erreichende Behaglichkeit.

Ungeahntes Potential findet sich in alten Möbeln aus dem Brockenhaus.

Ungeahntes Potential findet sich in alten Möbeln aus dem Brockenhaus.

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