Erdbeeren pflanzen: Tipps für Balkon und Garten

Mmmh… wer mag sie nicht, die süssen roten Früchte. Im Dessert, im Salat oder einfach so zwischendurch als gesunder Snack. Erdbeeren sind ideal für den Naschbalkon oder den Garten, für Anfänger wie für Profigärtner, einfach für alle. Und wer hätte das gedacht, die Erdbeere ist keine Frucht, sondern eine Nuss. Genauer gesagt eine Sammelnussfrucht – auf der Oberfläche hat es nämlich viele kleine Nüsse. Deshalb reagieren Menschen mit einer Nussallergie oft auch auf Erdbeeren allergisch.

Erdbeeren

Mmmh… Erdbeeren

Pflanztipps für den Garten

Die optimale Pflanzzeit im Beet ist von Juli bis Ende August. So können sich viele Blütenknospen bilden und die Ernte im Folgejahr wird ertragreich. Ideal ist ein Pflanzabstand von 30 Zentimeter. Sobald es kälter wird, deckt man die Pflänzchen mit einer dünnen Lage Stroh, Mulch oder Erdbeerwolle zu, damit sie sauber und trocken bleiben. Im dritten Jahr nach der Erstbepflanzung darf man die grösste Ernte erwarten. Danach sollte man das Beet wechseln und neue Jungpflanzen oder eigene Ableger setzen. Aus eigener Erfahrung empfehlen wir das Setzen von Jungpflanzen, weil die Ableger nicht immer Früchte tragen. 
Wenn dann nur Ableger von selbstfruchtbaren Erdbeeren verwenden, das erhöht die Chance auf Früchte.

Erdbeeren Balkonkasten

Erdbeeren im Balkonkasten

Tipps für den Naschbalkon

Sobald die Gartensaison eröffnet ist, kann man in jedem Gartencenter Erdbeer-Pflänzchen kaufen und auf dem Balkon in Töpfe oder Ampeln setzen. Und schon bald darauf sind die ersten Früchte erntereif. Auch auf dem Balkon mögen die Pflänzchen einen sonnigen Standort. Aber Achtung, die Pflanze darf nicht austrocknen, also regelmässig giessen.
 Wenn im Herbst die letzten Erdbeeren geerntet sind, wird die Pflanze im Kompost entsorgt.

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Auch ohne Früchte ist die Erdbeerpflanze ansehnlich.

Standort und Feinde

Erdbeeren brauchen einen windgeschützten und sonnigen Standort, denn je sonniger, desto süsser die Früchte. Eine weit verbreitete und gefürchtete Krankheit ist der Mehltau, ein Pilz, der die Blüten und Früchte mit einem weissen Pelz überzieht. Zu viel Regen und Nässe fördert die Bildung von Mehltau, darum ist ein geschützter Standort wichtig. Der grösste tierische Feind der süssen Früchte ist die Nacktschnecke. Deshalb sollte man Erdbeeren in Ampeln oder auf dem Balkon ziehen. Dort kommen Schnecken garantiert nicht hin. Fürs Beet lohnt sich ein Schneckenzaun und das Streuen von Schneckenkörnern.

Spezielle Sorten

Die roten Erdbeeren sind die Klassiker, aber wie wäre es zur Abwechslung mit weissen oder gelben Erdbeeren? Solche speziellen Sorten können zum Beispiel beim Online-Pflanzenversand Baldur bestellt werden.

Erdbeeren in der Küche

Ob süss oder salzig, aus Erdbeeren entstehen unendlich viele leckere Kreationen. Sie passen gut in einen Salat mit gebratenem Poulet, Rucola, Avocado und Basilikum, peppen jedes Müesli auf und sorgen für die süsse Note im Sommerdrink. Schon mal Erdbeerrisotto probiert? Spätestens dann bemerkt man den nussigen Geschmack der Frucht. Kuchen und Torten mit Erdbeeren sind beliebte Klassiker – oder einfach nur Erdbeeren mit Zucker und Rahm, ein schnelles Dessert für jede Gelegenheit. Wenn die Ernte grösser als erwartet ausfällt, kann man die Früchte einfrieren und später zu Marmelade oder Sirup verarbeiten. Erdbeermarmelade mit Rhabarber ist unser Favorit, aber natürlich sind da der Fantasie keine Grenzen gesetzt.