Feel Good im Smart Home

Wenn die Musikanlage die Funktion der Türklingel übernimmt, die Leuchte intelligent wird, die Heizung sich automatisch reguliert und das Bügeleisen selbständig abstellt, ist das Zuhause zum eigentlichen Smart Home geworden.

Mobilität prägt den heutigen Alltag. So beeinflusst die sogenannte „digitale Transformation“ mehr und mehr das private Wohnen. Es stellt sich nicht mehr nur die Frage, wie wir morgen wohnen werden, sondern was heute im Umgang mit Gebäude und Technik bereits möglich ist. Was wie Science Fiction klingt, ist bereits Realität.

Trend Gemütlichkeit versus Digitalisierung

Übernimmt das Smart Home die Kontrolle über uns; werden Algorithmen sagen, was wir zu tun oder zu lassen haben? Oder erleichtern sie uns das Leben, halten uns fitter und machen uns zugleich produktiver? Sind Homing und Coconing Trends, die künftig an Bedeutung verlieren? Gemäss Urs Ostermann, Kommunikationschef Haworth AG, einer der führenden Büro- und Möbelhersteller weltweit, u.a. mit den italienischen Designbrands Poltrona Frau und Cappellini, wird der Wunsch nach Realem, das Bedürfnis nach Rückzug zunehmen. „Gemütliche Wohnbereiche, kuschelige Materialien und Räume ohne viel an technischem Equipment stehen im Fokus von Gestaltern“, weiss Ostermann.

Feel Good

Studien, wie u.a. die des GDI Gottlieb Duttweiler Instituts zu Smart Home 2030, belegen genau das: Je mehr unsere Umgebung digitalisiert wird, desto grösser entstehe der Wunsch nach Rückzug. Vom neuen technischen Komfort wird zudem verlangt, dass dieser möglichst einfach, praktisch, und flexibel (wie und wo es gerade gefällt) einsetzbar ist. Ostermann betont: „Im Wohnen wie im Arbeiten steht das „Feel Good“ im Vordergrund. So thematisiert Haworth das moderne Wohnen und Arbeiten Zuhause ganz neu und arbeitet stetig an innovativen Lösungen. Z.B. werden Nutzer im Home Office bei der Stuhleinstellung auf falsche Sitzpositionen hingewiesen oder vom Schreibtisch zum regelmässigen Positionswechsel animiert. Büromöbel werden zu persönlichen Gesundheits- und Fitnesstrainern, die smart per App gesteuert werden“.

 

Feel Good trifft auf Style & Technik (Bild Haworth)

 

Büromöbel werden zu App-gesteuerten Fitnesstrainern (Bild Haworth yourPlace)

Wie viel Digitalisierung in meinem Zuhause?

Viele Wege führen zum Smart Home. Wo beginnen, was macht Sinn: Soll lediglich eine Umrüstung einer einzelnen Wohnzone oder von Einzelelementen wie Aussenstoren, Telefonie vorgenommen werden? Auf keinen Fall, meinen Experten, denn die Grundkosten und der Erstaufwand sind gross. Eine konzeptionell durchdachte und auf die einzelnen Wünsche der Bewohnenden zugeschnittene digitale Organisation und Steuerung des gesamten, vernetzten Zuhauses hält die Einstiegskosten tief und bringt gewünschte Effekte. Auch hier gilt: „vorausschauend Planen“. Besonders gut beraten ist man, wenn im Rahmen eines Neubaus die ganze Digitalisierung und Gebäudetechnologie in den Bauablauf von Beginn an eingeplant ist.