Fingerfood für Gartenpartys im Trend

Setzen Sie an Ihrer nächsten Gartenparty auf kaltes und warmes Fingerfood aus aller Welt und inszenieren Sie es wie einen hippen Streetfood-Markt. Das kommt an.

Streetfood zu Hause? Warum nicht. Wir alle lassen uns von Ständen, die auf Strassen oder Märkten im In- und Ausland mit Essensdüften locken, nur zu gerne verführen. Das kommt auch im eigenen Garten an. Marktstände kann man mieten oder selbst machen (z.B. lange Tische mit Sonnenschirm dahinter). Rezepte für leckere Häppchen, die an Ferien in Italien, Spanien, Griechenland, Marokko, Indien, China, Mexiko oder die USA erinnern und Fernweh wecken, findet man in Kochbüchern und im Internet. Nichts wie los, also. Setzen Sie Ihren Gästen Leckerbissen vor, die man direkt mit den Fingern greifen kann oder die allenfalls auf einem Löffel angerichtet sind.

 

Vorbereiten, hinstellen … und schon kann’s losgehen. Kalte Häppchen aus dem Mittelmeergebiet sind vor allem an heissen Tagen eine Wucht. Bild © www.deavita.com (CC BY-ND 3.0)

Streetfood-Charakter: Spielen Sie mit Themeninseln

Verführen Sie Ihre Gäste, indem Sie die Leckereien auf Themeninseln inszenieren und diese entsprechend beschriften, z.B. mit grossen Schiefertafeln. Wie wär’s mit «Best from Italy and Spain», «Asia Fusion», «Sweet Temptation» oder auch «Alles Wurst»? Hauptsache, Ihre Gäste werden neugierig auf die kulinarische Reise in Ihrem Garten.

Canapé, Bruschetta, Grissini & Co.

Die unkomplizierteste und wandelbarste Zutat für Fingerfood ist Brot: Fantasievoll belegte Tramezzini, leckere Weissbrot-Röllchen, runde Pumpernickel-Scheiben mit herzhaftem Belag, mit Rohschinken umwickelte Grissini, tolle Bruschetta-Varianten, mit grossen Ausstechern in Form gebrachte Canapés oder Mini-Burger aus Partybrötchen. Tipp: Für warme «Einlagen» kann man Brotschnittchen mit Käse, Kräutern und frischem Gemüse belegen und überbacken. Lecker!

Crostini schmecken immer: Ob mit Käseaufstrich, getrockneten Tomaten und Kapern … oder Feigenmarmelade und Blauschimmelkäse. Bild © www.deavita.com (CC BY-ND 3.0)

Verführerisches aus Teig

Mit den im Handel angebotenen Teigen kann man kulinarisch ebenfalls auf Weltreise gehen. So z.B. mit Filoteig, aus dem sich nicht nur Ziegenkäsebeutelchen, sondern auch Couscous-Pastilla, chinesische Frühlingsrollen oder süsse Baklava zaubern lassen. Oder mit Blätterteig. Hier ist die Anzahl der Rezepte schier uferlos: Angefangen bei deftigen oder süssen Tartelette-Variationen über Blätterteigstangen und indischen Samosas bis hin zu Pilz-Empanadas. Nicht zuletzt sind auch Brownies und Muffins oder sogar Cupcakes ein Thema.

Rohes und Grilliertes am Spiess

Aufgespiesste Häppchen lassen sich gut mit den Fingern essen. Decken Sie sich mit Spiesschen ein und lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf. Kalt eignen sich Peperoni, getrocknete Tomaten, Cherry-Tomätchen, Mozzarella, Käse, Oliven, Rohschinken und vieles mehr. Gegrillt gibt es die leckersten Spiess-Variationen, wie z.B. Rindfleisch-Satay, Cevapcici (mit Joghurt-Sauce), Lammfleisch mit Thymian, Poulet-Yakitori mit Ananas, Lachs und Shrimps gemischt oder Hackfleischbällchen-Spiess mit Peperoni und Oliven.

Voll im Trend: Löffelfood

Very trendy ist auch die Fingerfood-Variante, die auf Häppchenlöffeln angerichtet wird. Sie ist nicht nur optisch der Bringer, sondern bietet den Vorteil, dass man zum Snacken auch hier nur eine Hand benötigt. Zu den Leckerbissen, die sich für den Löffel eignen, gehören z.B. Tomatenmousse mit Wachtelei, Sushi-Varianten, Thunfisch-Häppchen mit Wasabi, Schafskäse-Pralinen, Eier-Lachs-Tatar, Scampi auf Mango-Chili-Salat oder Gemüse-Tatar. Hier können sich vor allem engagierte Hobbyköche austoben und ihrer Fantasie freien Lauf lassen.

Häppchenlöffel mit kleinen Köstlichkeiten zeigen, dass mit Leidenschaft gekocht wurde.

«Verrines» als erweitertes Fingerfood

Nebst dem klassischen Fingerfood liegen Snacks in kleinen Gläsern voll im Trend. Diese Variante stammt aus Frankreich und nennt sich dort «verrines». Damit erweitert sich die Fingerfood-Palette, z.B. um Süppchen, Salate, Pasta, Smoothies und Cremes, die man in Mini-Gläsern mit einer Füllmenge von ca. 100 bis 120 Millilitern serviert. Als Behälter eignen sich durchsichtige Fingerfood-Schalen oder durchsichtige Gläser, Fingerfood-Schalen oder Kunststoff-Behälter, die man für wenig Geld kaufen kann. Tipp: Setzen Sie beim Inhalt auf Farben. Denn die Transparenz der Behälter ist kein Zufall.

Geschmäcker, Jahreszeiten und Mengen

Versuchen Sie im Vorfeld herauszufinden, ob es unter den Gästen Vegetarier oder Veganer gibt und planen Sie einen möglichst guten Mix von Fleisch, Fisch, Käse, Gemüse und Obst. Auch allfällige Kinder wollen berücksichtigt sein. Tragen Sie der Jahreszeit Rechnung. Im Sommer kommt leichtes Fingerfood mit frischem Gemüse, Fisch, leichten Cremes und erfrischendem Obst gut an, bei kälterem Wetter schmeckt Deftiges besser. Apropos Mengen: Für eine kleine Feier von zwei Stunden rechnet man pro Person mit fünf Häppchen. Wer mittags oder abends Gäste verköstigt, braucht acht Portionen. Und für eine abendfüllende Veranstaltung benötigt man mindestens zwölf Portionen pro Gast.

Tipps & Tricks für die ultimative Fingerfood-Party

Planen Sie realistisch. Gäste erinnern sich lieber an entspannte Gastgeber als an 30 unterschiedliche Häppchen. Pflegen Sie die Details, etwa mit kreativen Deko-Ideen in Form von Eyecatchern rund um die verschiedenen Marktstände. Garnieren Sie Ihr Fingerfood, z.B. mit frischen Kräutern, die Sie erst kurz vor dem Servieren auf die Häppchen geben. Zum Anrichten eignen sich Etageren besonders gut, weil man da Fingerfood im Handumdrehen in Szene setzen und erst noch Platz sparen kann. Und last but not least: Holen Sie sich für Vorbereitungen und Aufräumarbeiten rechtzeitig Helfer an Bord.

Wer Vegetarier unter den Gästen hat und Inspirationen braucht, findet diese im Buch «Party- und Fingerfood» von Anne-Katrin Weber.