Gesund wohnen ohne Schimmel: die effektivsten Tipps

Dunkle Flecken an Wänden oder schwarz verfärbte Fugen zwischen den Fliesen im Bad sind ein Albtraum. Schimmelbefall gilt als einer der häufigsten Anlässe für Querelen zwischen Mietern und Vermietern.
Dieser Beitrag zeigt Ihnen, wie der ungebetene Gast in Ihre vier Wände gelangt und mit welchen Techniken Sie ihn wirkungsvoll bekämpfen; ohne Einsatz von Anti-Schimmelspray.

Mit der Luft in die Wohnung

Schimmelpilze vermehren sich genau wie Steinpilze oder Pfifferlinge – sie bilden Sporen. Pilzsporen sind ein natürlicher Bestandteil der Atmosphäre. Sie gelangen über offene Fenster und Türen, Klimaanlagen und unsere Kleidung in die Gebäude.

Ideale Bedingungen für Schimmelpilze

Die Pilzsporen brauchen ein bestimmtes Milieu, um sich zu einer Gefahr für die Bausubstanz und die Gesundheit der Bewohner zu entwickeln. Ideale Bedingungen findet der Pilz in feuchten, warmen Räumen. Seine Nahrung besteht unter anderem aus Tapeten, Kleister, Silikon und Teppichen.

Renovierungsbedürftige oder beschädigte Gebäude sind bekanntermaßen anfällig für Schimmel. Energieeffiziente Neubauten fördern ebenfalls Schimmelbildung. Durch ihre vollständige Isolierung zirkuliert keine Luft durch Fenster und Wände. Wie in einer luftdichten Regenjacke entsteht Feuchtigkeit, die nicht verdunstet.

So bekämpfen Sie Schimmel

Nahrungsquellen reduzieren

Verzichten Sie auf Tapeten, Kleister und dicke Wandfarbe. Beim Renovieren lösen Sie die Tapeten ab und bearbeiten die ausgetrocknete Wand zum Beispiel mit Zementputz oder Kalkfarbe. Damit verringern Sie die Schimmelbildung.

 

Gesundes Wohnen: richtig lüften und heizen

Unterschätzen Sie nicht, wie viel Feuchtigkeit in Wohnräumen entsteht. Je nach Größe des Haushalts entwickeln sich zwischen zehn und dreissig Liter Wasserdampf pro Tag. Kochen, duschen und der menschliche Stoffwechsel tragen den größten Teil dazu bei. Die Feuchtigkeit muss durch richtiges Lüften aus den Räumen geleitet werden. (Quelle: http://www.biomess.eu/feuchte_in_wohnungen.html)

Idealwerweise lüften Sie mindestens zweimal pro Tag für etwa zehn Minuten. Je besser die Luft zirkuliert, desto besser wirkt das Lüften. Den größten Effekt erzielen Sie, wenn Sie einander gegenüberliegende Fenster gleichzeitig öffen und die Zimmertüren ebenfalls offen stehen.

Kalte Winterluft wirkt besonders effektiv. Sie enthält weniger Feuchtigkeit als warme Luft. Gelangt kalte Luft in das Gebäude, so entzieht er der warmen Raumluft besonders viel Feuchtigkeit.

 

Zimmerpflanzen und gesundes Raumklima

Für die meisten Menschen gehört lebendiges Grün zur Wohlfühlatmosphäre in ihren vier Wänden. Damit Schimmelpilze die Freude daran nicht verderben, brauchen die Pflanzen Ihre Aufmerksamkeit.

Feuchte Blumenerde bietet paradiesische Bedingungen für Schimmelsporen. Giessen Sie deshalb nicht zu stark und entfernen Sie das Wasser aus den Untersetzern. Schimmlige Erde ersetzen Sie am besten zeitnah.

Fazit: Schimmelpilze übernehmen in der Natur eine wichtige Aufgabe, indem sie Materie zersetzen. Leider dringen sie auch in Bereiche vor, wo sie großen Schaden anrichten. Wenn Sie die Tipps in diesem Beitrag beachten, vermeiden Sie Schwierigkeiten mit den Plagegeistern von Anfang an. Viel Erfolg!