Eigentumsübertragung bei Immobilien

Der Kauf, beziehungsweise Verkauf einer Immobilie ist ein grosser Schritt im Leben. Daher ist es hilfreich, wenn Sie als Erwerber wichtige Regeln der Eigentumsübertragung kennen.

Nur die Minderheit der Bauherren und Immobilienkäufer, beziehungsweise Immobilienverkäufer, kennen sich gut mit dem Immobilienerwerb und der Eigentumsumschreibung bei Grundstücken, Wohnungen oder Häusern aus. Aus diesem Grund, kann eine Eigentumsübertragung ohne Notar nicht stattfinden.

Eigentumsübertragung und Eintragung im Grundbuch

Die Eigentumsübertragung erfolgt mittels Eintrag im Grundbuch, beziehungsweise mittels Abgabe der Grundbuchanmeldung beim zuständigen Grundbuchamt. Der neue Eigentümer kann nach Eintrag im Grundbuch rechtlich über die Immobilie verfügen. Der Abschluss eines Kaufvertrags bedeutet daher noch keine Eigentumsübertragung. Die definitive Eigentumsumschreibung im Grundbuch erfolgt nach eingegangener Zahlung beim Grundbuchamt.

Der Beurkundungstermin

Beim Beurkundungstermin treffen sich beide Parteien, Verkäufer und Käufer der Immobilie, bei einem Notar. Dieser kann frei gewählt werden. Der Notar liest den Kaufvertrag laut vor, worauf nochmals Fragen gestellt werden können. Alles was zum Schluss vertraglich beurkundet wurde, ist rechtlich gültig und kann nicht mehr geändert werden.

Nutzen und Gefahren

Die Nutzen und Gefahren gehen in der Regel mit der Vertragsbeurkundung auf den Käufer der Immobilie oder des Grundstücks über. Im Falle, dass die Eigentumsübertragung und der Besitzantritt nicht direkt nach der Vertragsbeurkundung erfolgt, kann der Übergang von Nutzen und Gefahren auch zu einem anderen Zeitpunkt stattfinden. Oft wird der dieser dann vertraglich geregelt.

Ab dem Zeitpunkt des Übergangs, hat der Käufer Anspruch auf Mietzinserträge, trägt aber auch das Risiko einer Wertverminderung der Immobilie. Es ist daher sehr wichtig, über einen notwendigen Versicherungsschutz zu verfügen bevor die Eigentumsübertragung vollzogen wird.

Was kostet ein Eigentumsübergang?

Die Kosten einer Eigentumsübertragung sind von Kanton zu Kanton unterschiedlich geregelt. Es wird jedoch in allen Kantonen eine Handänderungssteuer erhoben. Weitere Gebühren fallen aufgrund von notariellen Beurkundungen und grundbuchamtlichen Eintragungen an.

Bei einer Ehescheidung

In den meisten Fällen wir das (Mit-)Eigentum an der Immobilie auf einen der beiden Ehegatten übertragen, da die Ehepartner nach der Scheidung getrennt voneinander wohnen.

Sind beide Ehegatten Miteigentümer, gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Übertragung des Miteigentumsanteil an den anderen Ehegatten
  • Ehegatten bleiben beide Miteigentümer, das Nutzungsrecht verfügt jedoch nur einer der Ehepartner

Ist ein Ehegatte Alleineigentümer, und überträgt die Immobilie dem Ex-Partner/in, fallen mit dem Übertragungsjahr, oder eventuell bereits beim Auszug, die Eigenheimzulage des bisherigen Eigentümers weg. Für ein Folgeobjekt kann dieser aber die Eigenheimzulage beanspruchen.