Einfamilienhaus

Was ist ein Einfamilienhaus?

Das Einfamilienhaus ist die am weitesten verbreitete Wohnform in der Schweiz: Dreiviertel aller seit dem Jahre 2000 hier entstandenen Wohngebäude sind Einfamilienhäuser. Dabei lassen sich verschiedene Typen unterscheiden, etwa Reihenhäuser, Doppelhaushälften, freistehende Einfamilienhäuser, Hofhäuser oder Atriumhäuser. Klassischerweise findet sich diese Bauart besonders häufig ausserhalb des Stadtkerns in den Vororten, denn hier herrscht noch der notwendige Platz für den Hausbau. Darüber hinaus ist der Stadtrand durch seine ruhigere Wohnlage sowie aufgrund seiner häufigen Nähe zu Grünanlagen und Naherholungsgebieten für Familien mit Kindern besonders attraktiv.

Einfamilienhäuser haben gegenüber Wohnungen den Vorteil, dass das Haus nicht von mehreren Parteien bewohnt wird und sämtliche Sanierungs- oder Umbaumassnahmen eigenständig beschlossen werden können. So lassen sich beispielsweise viele Objekte mittels Solarbetrieb oder moderner Dämmtechnik nachhaltig und ökologisch umrüsten. Darüber hinaus bieten Häuser in der Regel mehr Platz als eine Stadtwohnung, was wiederum der Familienplanung oder einem gemeinschaftlichen Wohnen zuträglich ist.

Einfamilienhaus – mieten, kaufen, bauen

Wer sich für ein Einfamilienhaus entscheidet, sieht sich nun der Frage gegenübergestellt: Mieten, kaufen oder gar selber bauen? Dies hängt von der individuellen Strategie und letztendlich auch von sämtlichen Kostenfaktoren ab. Ein erster wichtiger Punkt betrifft die Nebenkosten. Während diese bei Mietshäusern zum grossen Teil im Mietzins enthalten sind, sieht es bei Eigentum anders aus. Hier werden die Nebenkosten zusätzlich zum Hypothekarzins und zur Amortisation abgerechnet. Dabei sollten die Gesamtkosten dieser drei Faktoren nicht mehr als 35 Prozent des Einkommens ausmachen, sonst könnte es mit einer Hypothek von der Bank schwierig werden. Die Nebenkosten für ein Einfamilienwohnhaus setzen sich unter anderem aus diversen Versicherungsbeiträgen, Abgaben für Wasser und Abwasser, Betriebskosten für Gas, Öl und Strom sowie aus Kosten für Kaminfeger, Reinigung, Unterhalt, Grünabfuhr und sämtlichen Serviceabonnements zusammen. In der Regel werden die Nebenkosten von Einfamilienhäusern auf ein Prozent des Kaufpreises veranschlagt.

Miet- und Kaufpreise lassen sich dabei nicht pauschal benennen, denn Standort, Grösse und Lage des Einfamilienhauses sind hierbei entscheidend. In Städten wie Zürich und Genf sind die Miet- und Grundstückspreise deutlich höher als beispielsweise in Bern und Luzern, und je ländlicher die Lage, desto niedriger in der Regel die Kosten. Stimmt jedoch das eigene Startkapital und ist eine gesicherte Einkommensstruktur absehbar, kann sich der Hauskauf auf lange Sicht auszahlen und verglichen zum Mietshaus sogar günstiger sein. Zum einen ist man nicht mehr an den Mietzins gebunden, zum anderen ist Eigentum eine sinnvolle Altersvorsorge – insbesondere dann, wenn die Immobilie dank begünstigender Konditionen an Wert gewinnt.

Alternativ zum Hauskauf gibt es noch die Möglichkeit, sein Eigenheim selber zu bauen. Auch hier gilt wieder: Lage und Standort sind hinsichtlich der Endkosten entscheidend. Je nach Begehrtheit des Bauortes können die Grundstückspreise die reinen Baukosten inklusive Architekturauftrag, Baumaterial, Logistik und Bauprozess überschreiten. So kann sich ein 200 Quadratmeter grosses Einfamilienhaus in Zürich schnell auf über 1.100.000 CHF belaufen. Eine günstigere Variante stellen demgegenüber Systemhäuser dar. Diese Konstruktionsart hat den Vorteil, dass diverse Baufirmen zur Festpreisgarantie arbeiten. Preise sind auch hier wieder sehr individuell, doch ab rund 300.000 CHF sind die Grenzen nach oben hin offen.