Grundstückgewinnsteuer

Der Verkauf eines Hauses oder Stück Land bringt privaten Besitzer oft einen Gewinn ein. Dieser Gewinn wird in der Regel von den Kantonen, in einigen Kantonen auch von den Gemeinden, besteuert. In der Schweiz hat jeder Kanton ein separates Steuergesetz.

Die Grundstückgewinnsteuer gehört zu den direkten Steuern. Bei Privatpersonen sind die Einkommens- und Vermögenssteuer ausschlaggebend, bei Unternehmen die Gewinn- und Kapitalsteuer. Die Grundstückgewinne müssen daher in der Steuererklärung erfasst werden.

Wie werden Grundstückgewinne besteuert?

  • Durch eine Sondersteuer, die Grundstückgewinnsteuer
  • Durch die ordentliche Einkommens- bzw. Gewinnsteuer

Die Steuererklärung ist innert 30 Tagen dem Steueramt der Gemeinde, in welcher das Grundstück liegt, einzureichen.

Steuersubjekt und Steuerobjekt

Das Steuersubjekt und Steuerobjekt hängen stark zusammen, sind aber nicht zu verwechseln. Beim Steuersubjekt handelt es sich um den Steuerpflichtigen, also um den, der die Steuer zu bezahlen hat. In diesem Fall ist es der Verkäufer, gleichzeitig oft auch der Eigentümer, des Grundstückes. Das Steuerobjekt hingegen ist die Sache, die besteuert wird. Hier also der Gewinn des verkauften Grundstücks.

Juristische Personen

Bei juristischen Personen (z. B. eine Aktiengesellschaft), erheben nicht nur Kantone sondern auch der Bund eine Grundstückgewinnsteuer. Die Grundstückgewinne werden dem übrigen Gewinn der Unternehmung zugerechnet und der Gewinnsteuer unterstellt. Bei den Kantonen ist die Besteuerung unterschiedlich. Manche gehen gleich vor wie der Bund, andere erheben eine Sondersteuer, getrennt vom restlichen Unternehmensgewinn.

Natürliche Personen

Anders als bei den juristischen Personen erhebt der Bund bei natürlichen Personen grundsätzlich keine Steuer auf die Veräusserung eines Grundstücks. Dies jedoch nur dann, wenn das Grundstück aus dem Privatvermögen verkauft wurde. Falls das Grundstück aus dem Geschäftsvermögen veräussert wird, rechnet der Bund den Gewinn zum übrigen Einkommen.
Bei den Kantonen unterscheidet sich die Art der Besteuerung.

Folgende Objekte gelten als Grundstück und werden daher mittels der Grundstückgewinnsteuer besteuert:

  • Liegenschaften und Bauten
  • Miteigentumsanteile an Grundstücken
  • Bergwerke
  • Veräusserung einer Mehrheitsbeteiligung an eine Immobiliengesellschaft
  • Nutzniessungsrecht, Baurechte, Quellenrechte und Wasserrechtsverleihungen, die im Grundbuch stehen

Die Gewinnberechnung

Aus der Differenz zwischen Veräusserungserlös und Anlagekosten, abzüglich der gesetzlich vorgesehenen Abzüge, entsteht der steuerbare Gewinn des Grundstücks.

Zum Veräusserungserlös gehören der Kaufpreis und alle weiteren Leistungen, die der Veräusserer aus dem Verkauf des Grundstücks erhält.

Die Anlagekosten umschreiben den Erwerbspreis und die vorgenommenen Aufwände, welche das Ziel einer dauernden Wertvermehrung des Grundstücks haben.

Der Steuersatz

Der Steuersatz richtet sich in den meisten Fällen nach der Höhe des Grundstückgewinnes in Verbindung mit der Besitzdauer. Letztlich unterscheidet sich die Höhe des Steuersatzes aber je nach Kanton.