Immobilienmakler

Fachkompetenz vom Immobilienmakler

Viele Immobiliengeschäfte sowie Miet- beziehungsweise Kaufverträge, die täglich abgewickelt werden, erfolgen über einen Immobilienmakler. Dabei ist es in der Schweiz meist die Verkäuferseite, die den Auftrag erteilt. Dass Interessenten einen Makler für die Suche nach einem geeigneten Objekt engagieren, ist hingegen unüblich und auch gesetzlich im Rahmen der Doppel-Nachweismäkelei relativ streng geregelt. Dennoch besteht hierzu die Möglichkeit, vorausgesetzt, sowohl Käufer als auch Verkäufer sind über die Doppelmäkelei aufgeklärt.

Der Vorteil eines Immobilienmaklers liegt klar auf der Hand. Zum einen übernehmen der Makler beziehungsweise das Maklerbüro sämtliche Pflichten und Aufgaben, die für eine erfolgreiche Vermittlung erforderlich sind. Dies fängt bei der Erstellung von Inseraten an und führt weiter über die Anwerbung von Interessenten bis hin zur letztendlichen Vertragsabwicklung. Auch Objektbesichtigungen sowie Schätzungen über Grundstücks- und Immobilienwerte fallen in den Tätigkeitsbereich des Immobilienmaklers, sodass von Verkäuferseite aus nur wenige Schritte in der Gesamtprozedur erforderlich werden. Dabei unterliegen Immobilienmakler sämtlichen Sorgfalts- und Treuepflichten, etwa der Geheimhaltungspflicht oder der Benachrichtigungspflicht, in welcher dem Auftraggeber ein Informationsanspruch zugesichert wird.

Was es im Immobiliengeschäft zu beachten gilt

Vor dem Zustandekommen eines Maklervertrages sollten einige Punkte beachtet werden. Hierunter fallen beispielsweise Fragen bezüglich der Maklergebühr, der Vertragsdauer oder der Exklusivität eines Vertrages. Generell können Immobilienmakler pauschal (also nach vereinbartem Fixpreis), nach Zeitaufwand oder durch eine Provision bezahlt werden, wobei letztere Variante die geläufigste ist. Rechtlich gesehen ist die Höhe der Provision nicht festgelegt, sondern wird zwischen beiden Parteien vereinbart – üblich sind allerdings 1 bis 5 Prozent. Dabei gilt, dass die Maklerprovision auch nur im Erfolgsfall, also bei Zustandekommen der vertraglich gesetzten Ziele, fällig wird. Wie sich dieser Erfolg bemisst, hängt wiederum von der Art der Mäkelei ab. Wurde eine Zuführungsmäkelei vereinbart, wird die Provision bereits bei erfolgreicher Vermittlung von Interessenten fällig. Im Rahmen der Vermittlungsmäkelei kann sie erst nach erfolgreichem Vertragsabschluss zwischen Verkäufer und Interessenten geltend gemacht werden.

Im Allgemeinen gilt: Die Provision ist stets von Vermieter- oder Verkäuferseite zu erbringen, beziehungsweise von der Partei, die den Maklervertrag abgeschlossen hat. Dem Obligationenrecht zufolge darf die Provision daher nicht auf den Interessenten oder auf andere Parteien abgewälzt werden. Es ist auch ratsam, sich nicht auf sogenannte Umgehungsgeschäfte einzulassen, in denen die Provisionszahlungspflicht ausgehebelt wird und ausservertragliche Zahlungsvereinbarungen getroffen werden. Auch die Fälligkeit der Provision ist nicht gesetzlich geregelt, der Anspruch darauf entsteht aber automatisch mit Zustandekommen des Hauptvertrages. Die Vertragslaufzeit kann – je nach Vereinbarung – befristet sein; der Maklervertrag endet spätestens nach Ablauf der Frist oder nach Zustandekommen des Geschäftes.