Landschaftsarchitektur

Landschaftsarchitektur und Landschaftsbau

Landschaftsarchitektur ist aus dem städtischen und urbanen Leben nicht mehr wegzudenken und betrifft nahezu alle Bereiche des modernen Wohnens. Im öffentlichen Raum zeigt sie sich in Form von Parks, Sportstätten und Grünanlagen, aber auch private Gärten und Landflächen werden professionell gestaltet. Anders als in der klassischen Architektur [Verlinkung auf Architektur?] steht in der Landschaftsarchitektur nicht die kreativ-künstlerische Gestaltung des Raumes im Mittelpunkt, sondern die Erschaffung einer natürlichen Lebensumwelt mit ästhetisch-künstlerischem Anspruch. Zentrale Elemente der Landschaftsarchitektur sind Pflanzen, Bäume, Mauern, Terrassen, Wege, Beläge und viele weitere Komponenten, die der künstlichen Verzierung ökologischer Räume dienen.

Diese besondere Art der Landschaftsplanung und Landschaftsgestaltung geht bis auf die Antike zurück, in der viele europäische Grossstädte durch natürliche Elemente im Stadtbild verschönert wurden. Mit der Gartenkunst, die im Barock ihren Zenit erreichte und Grünanlagen wie den Park von Versailles oder den Central Park in New York City hervorbrachte, wurde ein Vorläufer der modernen Landschaftsarchitektur geboren. Diese, wiederum, wurde insbesondere im Zuge der industriellen Revolution zum zentralen Thema, als Städte immer grösser und die Anbindung an die Natur und an die ländliche Umgebung immer mühseliger wurde. Daraus entwickelte sich folglich der Wunsch, urbane Räume grüner und naturnäher zu gestalten, woraus nicht zuletzt die Idee der Gartenstadt entstand. Das Ziel, nutzbare Grünflächen in die Stadtentwicklung mit einfliessen zu lassen, wurde so auch letztendlich in der Charta von Athen festgehalten – jenem Kongress von 1933, der zwischen Architekten und Stadtplanern über die Aufgaben der modernen Siedlungsentwicklung abgehalten wurde.

Landschaftsarchitektur im Hier und Heute

Die Ansätze und Anreize der modernen Landschaftsarchitektur sind im Prinzip bis heute die gleichen geblieben, haben sich jedoch vor neuen politischen Hintergründen leicht verschoben. Heutzutage stehen besonders Aspekte des Naturschutzes und der Landschaftspflege im Vordergrund, gerade in Zeiten, in denen der Klimawandel ein omnipräsentes Thema ist. Dabei setzt sich die Landschaftsarchitektur nicht nur mit ökologischen Schwerpunkten auseinander, sondern hat unter anderem in der kommunalen Politik zu kämpfen. Zwar sind öffentliche Grünflächen ein wichtiges Element für Mensch und Natur, doch werfen sie keinen Ertrag ab und stehen folglich in Konkurrenz zur kommerziellen Flächennutzung. Allerdings können Grünflächen durchaus als wertsteigernder Faktor für Nachbarschaften, Wohnviertel und städtische Immobilien angesehen werden, was sie wiederum attraktiv und wertvoll für bestimmte Strategien in der Stadtplanung macht.

Nicht nur im öffentlichen Raum, sondern auch im privaten Umfeld spielt die Landschaftsarchitektur eine bedeutende Rolle. Gerade die Aussicht auf einen privaten, grünen Rückzugsraum ist für viele Menschen Anreiz, Landschaftsarchitekten für die Gestaltung des eigenen Gartens, Grundstückes oder Einfamilienhauses [Link auf Einfamilienhaus?] zu engagieren. Der Kreativität und Gestaltungsmöglichkeiten sind dabei kaum Grenzen gesetzt, und nicht zuletzt trägt dies wiederum zur Aufwertung der Immobile und damit auch zur Wertsteigerung des Objektes bei.