Liegenschaft

Liegenschaft ist ein anderer Begriff für Grundstück oder Immobilie. Eine Liegenschaft kann aber auch aus mehreren Grundstücken bestehen. Eine Liegenschaft als Immobilie, ist ein unbewegliches Sachgut und muss im Grundbuch vermerkt sein. Es gibt die Möglichkeit eine Liegenschaft zu mieten oder zu kaufen. Beide Fälle können Vor- und Nachteile aufweisen.

Liegenschaft kaufen

Um eine Liegenschaft zu mieten, brauchen Sie kein Eigenkapital vorzuweisen, beziehungsweise einzubringen. Beim Kauf einer Liegenschaft hingegen, muss mindestens 20 % des Kaufpreises durch Eigenkapital gedeckt werden. Die Eigenmittel dürfen auch aus der Pensionskasse oder der Säule 3a stammen. Ausserdem besagt eine Faustregel, dass die gesamten Wohnkosten nicht mehr als ein Drittel des Bruttoeinkommens ausmachen sollten.

Folgende Aufwände fallen beim Kauf einer Liegenschaft an:

  • Kapitalkosten
  • Steuern und Beiträge
  • Versicherungsprämien
  • Unterhalt und Reparaturen
  • Verwaltungsaufwand
  • Abschreibungen/Rückstellungen

Es ist wichtig den Entscheid, eine Immobilie zu mieten oder zu kaufen, gut überlegt zu treffen, da dieser langwierige Folgen hat.

Liegenschaftssteuer

Die Liegenschaftssteuer ist von natürlichen sowie von juristischen Personen, die als Eigentümer eines Grundstückes im Grundbuch eingetragen sind, zu entrichten. Im Normalfall wird die Liegenschaftssteuer auf dem vollen Steuerwert der Liegenschaft berechnet. Zu versteuern ist die Liegenschaft an dem Ort, an welchem sie sich befindet. Der Wohnort des Eigentümers spielt hier keine Rolle.

Vermögenssteuer auf Liegenschaften

Der Eigentümer einer Liegenschaft muss diese als Vermögensgegenstand deklarieren und Vermögenssteuern bezahlen. Die Steuer wird von den Kantonen und Gemeinden erhoben, wobei der Steuerwert des Grundstücks je nach Kanton unterschiedlich berechnet wird. Anders als bei der Liegenschaftssteuer, verringern die Schulden den Vermögenswert der Immobilie.

Liegenschaftsverwaltung

Eine Immobilie muss verwaltet und bewirtschaftet werden. Sie können Ihre Liegenschaftsverwaltung einer Fachperson übergeben oder auch selbst übernehmen. Dafür sollten Sie aber über das entsprechende Fachwissen verfügen.

Gemeinsamer Liegenschaftskauf

Wenn Ehepartner gemeinsam eine Eigentumswohnung oder ein Haus kaufen, ist es wichtig, dass sie Regelungen, im Falle einer Scheidung oder eines Todesfalls, bezüglich der Liegenschaft treffen. Üblich ist der Erwerb einer Liegenschaft im Miteigentum. Die Ehepartner lassen sich je eine Eigentumsquote, von beispielsweise 50 Prozent, im Grundbuch eintragen. Somit gehört die Liegenschaft beiden zu gleichen Teilen. Falls einer der Ehepartner mehr Eigenkapital einbringen kann, lässt sich auch eine genaue Eigentumsquote eintragen. Um vorzusorgen, wählen viele Paare eine Eigentumsquote, welche nicht dem eigentlichen Verhältnis entspricht.

Nutzniessung

Die Nutzniessung ist eine persönliche Dienstbarkeit und verleiht dem Berechtigten, oder auch „Nutzniesser“, den Besitz, den Gebrauch sowie die Nutzung der Liegenschaft. Es bestehen einige Unterschiede zum Wohnrecht:

  • Die Nutzniessung kann bei juristischen Personen angewendet werden
  • Sie muss das ganze Grundstück betreffen
  • Nutzniesser hat die auf dem Grundstück lastenden Schulden zu verzinsen

Nutzniessung ist unübertragbar, unvererblich sowie nicht pfändbar