Mietzins

Immobilien Miete in der Schweiz

In der Schweiz leben fast 65% zur Mieten, ca. 35% wohnen in einem Eigenheim.  Schweizer, die zur Miete wohnen, zahlen für über 2 Millionen Wohnungen und Einfamilienhäuser einen jährlichen Mietzins von über 20 Milliarden Franken. Eine gesamtschweizererische Mietzinserhöhung von einem Prozent, würde den Vermietern somit ganze 200 Millionen Franken mehr einbringen.
(Quelle: „Das Mietrecht im Überblick“ von Matthias Brunner und Peter Nideröst)

Natürlich möchten die Vermieter das rechtlich zulässige Mass ausschöpfen und versuchen, einen möglichst hohen Mietzins zu vereinbaren. Im Gegensatz zu den Vermietern, ist es für Mieter jedoch mehr als nur ein Geschäft. Eine Wohnung ist oft der Mittelpunkt des Lebens und somit ein Ort, an welchem man sich sicher und wohl fühlen sollte. Eine geringe Mietzinserhöhung, berechtig oder nicht, wird daher von vielen Mietern ohne Diskussion angenommen. Denn die meisten Mieter möchten einen Streit vermeiden oder haben Angst vor einer Kündigung.

Der Mietvertrag

Ein Mietvertrag wird zwischen dem Vermieter und dem Mieter abgeschlossen. Wie bei den meisten Verträgen darf auch der Mietvertrag mündlich abgeschlossen werden,  wovon aber aus Beweisgründen abgeraten wird. Falls der Vertrag wie üblich schriftlich abgeschlossen wird, ist dieser gültig, sobald beide Parteien ein unterschriebenes Exemplar besitzen.

Ein Mietvertrag ist auch dann gültig, wenn ein Ehepaar eine Wohnung mietet, und nur ein Ehepartner unterschreibt. Die meisten Vermieter bestehen jedoch auf die Unterschrift beider Ehepartner, sodass beide für den Mietzins haften.

Da Mieter die wirtschaftlich schwächere Partei darstellen, werden deren wichtigsten Rechte im Gesetzt zwingend geregelt, sodass Sie vom Vermieter nicht abgeändert werden können.

Auch wenn Ihnen als Mieter die wichtigsten Rechte sicher sind, sollten Sie den Mietvertrag genau durchlesen und allenfalls Fragen stellen, bevor Sie diesen unterschreiben.

Das Mietzinsdepot

Die meisten Vermieter verlangen zur Sicherheit eine Kaution, das sogenannte Mietzinsdepot. Die Höhe des Depots darf rechtlich gesehen höchstens drei Monatsmietzinsen betragen und muss danach vom Vermieter auf einem Sparkonto bei der Bank hinterlegt werden. Wem der Betrag fürs Mietzinsdepot nicht zur Verfügung steht oder wer keine so hohen Beträge auf einem Sperrkonto hinterlegen möchte, kann alternativ eine Mietkautionsversicherung abschliessen. So ersetzen Sie die Mietkaution durch eine Bürgschaft.

Der Mietzins

Mittels des Mietvertrags verpflichtet sich der Vermieter, dem Mieter ein Immobilienobjekt zur Benutzung zu überlassen. Im Gegenzug verpflichtet sich der Mieter dafür, einen Mietzins zu bezahlen. Bei der Festsetzung des Mietzinses ist der Eigentümer ziemlich frei.

Der Anfangsmietzins

Im Falle, dass der Anfangsmietzins mit einem Mietzinsvorbehalt verknüpft ist, sollten Sie als Mieter damit rechnen, dass der Vermieter den Mietzins noch erhöhen möchte.

Die Mietzinserhöhung

Eine Mietzinserhöhung muss dem Mieter auf einem amtlichen Formular mitgeteilt werden, ansonsten ist die Erhöhung nichtig. Sie als Mieter sind allein dafür verantwortlich zu erkennen, ob eine Mietzinserhöhung missbräuchlich ist oder nicht, denn weder Gerichte noch Behörden kontrollieren den Vermieter diesbezüglich.

Die Mietzinssenkung

Eine Mietzinssenkung kann in folgenden Fällen eintreten:

  • Schwerwiegende Mängel am Mietobjekt
  • Übersetzer Anfangsmietzins
  • Referenzzinssatz fällt

Überprüfen Sie als Mieter den Mietzins und stellen Sie dem Vermieter ein Senkungsbegehren, falls einer der obigen genannten Fälle zutrifft. Der Vermieter hat darauf 30 Tage Zeit, Ihnen eine Antwort zu geben. Falls Sie mit dieser nicht einverstanden sind, da er das Begehren abgelehnt oder nur zum Teil angenommen hat, reichen Sie eine Senkungsklage bei der Schlichtungsbehörde ein. Diese Senkungsklage muss innert 30 Tage nach Antwort des Vermieters erfolgen.