Nebenkosten für Wohnung oder Haus

Als Nebenkosten werden diverse mit der Nutzung eines Mietobjektes in Verbindung stehende Kosten wie beispielsweise Heizkosten, Wasser-und Abwasserkosten, Allgemeinstrom, Hauswartung, Radio- und TV-Gebühren, Verwaltungsaufwand, etc.) bezeichnet.

Müssen Nebenkosten im Mietvertrag aufgeführt sein?

Ja. Es dürfen nur im Mietvertrag genannte Posten in der Nebenkostenabrechnung aufgeführt und somit dem Mieter in Rechnung gestellt werden. Nicht zulässig sind Positionen wie „Übrige Betriebskosten“ Gebäudeversicherungen oder Reparatur- sowie Unterhaltskosten. Es wird empfohlen die Nebenkostenabrechnung nach Erhalt genau zu prüfen. Falls Sie an der Korrektheit der Abrechnung zweifeln können Sie bei der Verwaltung Einsicht verlangen oder melden Sie sich bei der örtlichen Schlichtungsbehörde (kostenlos) zur Klärung des Sachverhaltes.

Wie werden Nebenkosten berechnet?

Die Nebenkosten werden auf die einzelnen Mietparteien des Hauses anhand eines Verteilschlüssels (bspw. nach Wohnungsgrösse / Wohnfläche, Kubikinhalt, etc.) aufgeteilt. Heiz- und Warmwasserkosten sind nach Verbrauch abzurechnen. Daraus lassen sich die effektiven Kosten, fachlich seinen oder ihren Koeffizient genannt, pro Mieter berechnen. Zieht ein Mieter während der Abrechnungsperiode ein oder aus, müssen nur die Kosten bezahlt werden, welche während das Mietobjekt bewohnt wurde angefallen sind.

Wie werden die Nebenkosten abgerechnet?

Heiz- und Nebenkosten werden vom Vermieter, je nach Mietvertrag, mit Pauschalzahlung oder Akonto abgerechnet.

Bei der Akontozahlung zahlt der Mieter monatlich einen Betrag für die Nebenkosten im Voraus ein. Fallen die tatsächlichen Nebenkosten höher aus als der bereits einbezahlte Betrag, muss der Mieter die Differenz begleichen. Umgekehrt werden zu viel gezahlte Akontozahlungen rückerstattet. Bei der Akontozahlung muss der Vermieter mindestens einmal pro Jahr eine detaillierte Nebenkostenabrechnung erstellen. Der Abrechnungszeitraum läuft meistens über zwölf Monate (1. Juli – 30. Juni).

Ist eine Pauschalzahlung vereinbart bezahlt der Mieter einen Pauschalbetrag und kriegt keine Jahresrechnung. In diesem Fall darf vom Vermieter kein Geld nachgefordert werden auch wenn die Pauschale zu tief angesetzt war. Auch kann ich als Mieter aber kein Geld zurückfordern, sollte der Vermieter mit der Pauschale mehr Geld einnehmen.

Nebenkosten höher als im Mietvertrag vereinbart

In solchen Fällen sollten Mieter beim Vermieter Einsicht in die Belege verlangen. Laut Schweizer Mietrecht ist der Mieter trotzdem verpflichtet die Nebenkostenrechnung zu begleichen. Auch wenn die Verwaltung wusste, dass die Nebenkosten im Vertrag zu tief angesetzt sind. Zur Absicherung kann der Mieter beim Vermieter eine schriftliche Bestätigung einholen, dass die im Vertrag genannten Nebenkosten mehr oder weniger den tatsächlichen Kosten entsprechen.