@home: Bei Laura von der Toggenburger Mietgemeinschaft

Das alte Toggenburger-Bauernhaus teilt sich Laura (38) und ihre Familie mit zwei andren Mietparteien.

 

Was schätzen Sie an Ihrem Ferienhaus?

Die Nähe zu Zürich, wo ich mit meiner Familie wohne. Wir können jeweils ziemlich spontan entscheiden, ob wir das Wochende im Grünen verbringen wollen.

Wie sind Sie auf das Haus gekommen?

Schlussendlich durch Zufall. Wir – das sind drei Mietparteien mit Kindern aus der Stadt Zürich – waren auf der Suche nach einem  Ferienhaus im Appenzell oder Toggenburg und haben regelmässig ausgeschriebene Objekte besichtigt. Mehrmals erfolglos. Als wir auf Besichtigungstour Halt in einer Bäckerei auf dem Hemberg machten, fragte uns die Bedienung, auf was wir den Lust hätten. Unsere Antwort: Ein Ferienhäuschen in der Gegend. Drauf die Bedienung: Meine Eltern vermieten ganz in der Nähe ein altes Bauernhaus – es steht gerade leer… Tja, manchmal muss man eben Glück haben.

Wie würden Sie den Einrichtungsstil beschreiben?

Reduziert, liebevoll, charmant und authentisch.

Wo haben Sie die Möbel für Ihr Ferienhaus her?

Das ist eine Mischung aus Mitgebrachtem, Erbstücken, Trouvaillen aus Brockenstuben und Ikea Produkten. Gerade bei Dingen, wie Matratzen, Kissen und Textilien war es uns wichtig neuwertig einzukaufen.

Wer hatte in Sachen Einrichten das sagen?

Das hat sich natürlich ergeben: Diejenigen, welche sich für das Thema interessiert haben, haben sich auf die Suche nach geeigneten Objekten gemacht. Manchmal waren wir auch alle zusammen auf Brokitour in der Region unterwegs. Das hat Spass gemacht!

Ihr aktuelles Wohn-Einrichtungs-Projekt?

Eine Holzveranda zum Wald hin wäre schön. Oder ein Hot-Tube – also ein grosser Holzzuber, der als Aussenwanne genutzt werden kann –  für ein warmig-wohliges Outdoor-Erlebnis auf der Wiese. Und die Kinder wünschen sich schon länger eine Miniramp zum Skaten in der Scheune.

Was würden Sie angehen, wenn Sie ein unbeschränktes Budget hätten?

Dann würden wir uns wohl eine Skate-Rampe, eine Holzveranda und einen Hot-Tube organisieren.

Ihr Lieblingsplatz im Haus?

Im Sommer sitzen wir Erwachsenen abends am liebsten draussen ums Feuer. Und im Winter versammeln wir uns im Stübli um den Ofen oder in der Küche auf der Eckbank.

Gibt’s ein Stück, an dem Sie besonders hängen?

Ich mag das Stockbett auf dem obersten Zwischenboden – ein Prototyp aus einer lokalen Schreinerei.

Was kommt Ihnen nie ins Haus?

Keine Chromstahl-Eighties-Sachen, das käme in unserem Bauernhaus schräg.

USM Haller oder Billy Regal?

Passt beides nicht.

Eames Chair oder Omas Lesesessel?

Eigentlich lieber den Eames Lounger. Aber im Toggi-Hüsli passt Omas alter Lesesessel besser hin.

Vorhänge?

Ja. Vor allem auch deshalb, weil man das hier oben so macht. An die Fenster von alten Bauernhäusern gehören Vorhänge – wir haben uns mittlerweile damit angefreundet.

Teppiche?

Ja, unbedingt.

Zimmerpflanzen?

Nein, das macht in einem Ferienhaus keinen Sinn.

Das alte Bauernhaus im Toggenburg wird von ihren Bewohnern liebevoll Toggi genannt.

 

Feldsträusse vom Spaziergang und farbenfrohe Backwaren der Kinder.

Aus der verbarikadierte Türe vom Stübli zur Küche haben die Mieter mit Hilfe einer Motorsäge einen offenen Durchgang geschaffen.

Das Hirschgeweih ist ein Fundstück aus dem nahe gelegenen Wald, die Wandteller und der Kerzenleuchter stammen aus dem Brocki.

Kein TV, kein Internet, dafür aber reichlich Lesestoff. In den Brockenstuben der Region finden sich im wieder aufs neue hübsche Bilderbücher für Kinder.

Das blaue Zimmer war ursprünglich das Schlafzimmer des Bauern und der Bäuerin. Die Deckenlampe und die Vorhänge hängen hier schon über Jahrzehnte.

Die meisten Räume des Bauernhauses wurden mit Lackfarben in Pastelltönen gestrichen – von Babyblau, über Rosa bis hin zu Vanille (Orginalfarben des Hauses).

Lichtspiel auf dem mittleren Zwischenboden- Verbindungsraum zwischen drei Schlafzimmern.

Im rosafarbenen Gemeinschaftszimmer sind – fast – alle Kinder der Mietparteien untergbracht. Gemeinsam schlafen, macht schliesslich Spass!

Weniger ist mehr: An hübschen Haken, die in unterschiedlichen Brockenstuben zusammen gesucht wurden, finden die Kleider der Kids Platz.

 

Lichtdurchflutete Zimmer in Pastelltönen.

Nummer Drei: Das dritte Zimmer auf dem ersten Zwischenboden in Vanille.

Schöner Ausblick: Abendglühen Richtung Appenzell.

Das oberste Geschoss des Hauses ist zwar schlecht isoliert, dafür aber unglaublich heimelig.

Auf dem obersten Zwischenboden bieten ein Ausziehsofa sowie ein Stockbett zusätzliche Schlafgelgenheiten für Überraschungsgäste.

Das Stockbett ist ein Prototyp aus einer lokalen Schreinerei.

 

 

Sitzplatz auf der Blumenwiese hinter der Scheune.

Was wäre ein Bauernhaus ohne seinen Brunnen: Beliebter Spielplatz für Kinder im Sommer.

Zuwachs: Tierische Mitbewohner im angrenzenden Stall.

Verwitterte Fassaden-Romantik.

Ein abendliches Feuer, wenn das Wetter mitmacht, ist Tradition.