Saisonblumen – Was blüht im Frühling

Als Frühlingsblüher werden alle die Blumen bezeichnet, die ab dem Monat März zu wachsen beginnen. Manchmal liegt die Blütezeit sogar in Monaten, in denen noch Schnee im Garten liegt. Zudem duften die Frühjahresblumen oftmals intensiv, was Bestäuber anlockt. Der Frühling kommt immer näher und damit auch der Zeitpunkt, sich über die Beet-Gestaltung Gedanken zu machen. Wir haben einige hilfreiche Tipps auf Lager, die wir Ihnen gerne vorstellen.

Tipps zum Blumenbeet

Ein bezauberndes Blumenbeet © freepik.com

Nachdem der letzte Frost des Winters vorüber ist, können Sie endlich mit Ihrem Blumenbeet loslegen. Das Wichtigste ist, sich bereits im Voraus zu überlegen, wie man sein Beet gerne gestalten möchte. Welche Blumen sind gewünscht? Welche Farben passen am besten? Welche Grösse sollen die Blüher erreichen? All das und vor allem die Blütezeit sind relevante Faktoren, um Ihren Garten-Traum zu verwirklichen. Es gilt zu beachten, dass einige Pflanzen erst im April zu blühen beginnen, andere hingegen schon im Februar oder März die ersten Knospen zeigen. Wer es schlau macht, kann sein Blumenbeet mehr nur ein paar Monate bestaunen.

 

Tulpen © www.homedepot.com

Tulpen

Wussten Sie, dass Tulpen in der Schweiz die beliebtesten Frühlingsblumen sind? Bereits der Januar gilt als offizieller Start der Tulpensaison. Die kelchförmigen Lieblinge blühen im Normalfall bis im Mai und haben einen besonderen historischen Hintergrund. In den Niederlanden waren Tulpen im 17. Jahrhundert gar wertvoller als Gold! Tulpen gibt es in zahlreichen verschiedenen Farbtönen. Nicht nur die Farbauswahl ist vielfältig, es gibt auch an die 150 verschiedene Tulpenarten und über 3’000 Sorten weltweit. Einige davon sind sogar essbar und haben einen pfefferigen Geschmack. Ihre ursprüngliche Herkunft ist nicht Amsterdam, wie es viele Quellen angeben, sondern die Zwiebelblumen sind im 16. Jahrhundert aus dem Orient nach Europa gelangt. Den Namen verdankt die Blume dem persischen Wort «Tulipan», was so viel wie Turban bedeutet und mit der Formähnlichkeit zusammenhängt. Fun Fact: Laut früheren Theorien trugen Männer im osmanischen Reich früher einen Tulpenstängel im Turban.

 

Lungenkraut / Pulmonaria

Lungenkraut © www.whiteflowerfarm.com

Der Benennung der Pulmonaria-Blume geht auf das lateinische Wort «Pulmo» zurück, welches Lunge bedeutet. Dies dank ihrer Form, die an Lungenflügel erinnert. Aus dem Grund wurde die Wildstaude früher auch zur Behandlung von Lungenleiden verwendet. Heute wird sie noch zur Herstellung von Tees und Hustenbonbons genutzt und die tatsächliche Heilwirkung für Lungen ist umstritten. Die Pulmonaria umfasst 10 bis 18 Arten und gehört der Gruppe von Raublattgewächsen an. Die Blüten der Pulmonaria sind meist blau, violett, rot oder teilweise weiss und trichterförmig. In milden Wintern öffnen vereinzelte Frühblüher ihre Knospen schon im Februar. Die offizielle Blühzeit beginnt jedoch im März und endet im Mai. Man findet das Lungenkraut in Gebirgen und Wäldern Westasiens und Europas. Die Frühlingsblume lässt sich sehr gut mit Zwiebelblumen wie beispielsweise Tulpen kombinieren.

Lenzrosen © www.dutchbulbs.com

Lenzrosen

Nicht nur die Vielfalt an Farben und Blütenblättern wird von Pflanzen-Liebhabern geschätzt, auch die Pflege ist tendenziell unkompliziert. Lenzrosen haben eine lange Blütezeit, die bereits im Februar beginnt und mehrere Monate andauert. Die Frühblüher wachsen über Jahrzehnte immer wieder nach, sofern sie einmal richtig gepflanzt wurden. Aus dem Rhizom (unter der Erde oder dicht über dem Boden wachsender, mehrere Winter überdauernder Spross) wurde früher Pulver hergestellt, das zur Herstellung von Schnupftabak verwendet wurde. Es hiess es würde das Gedächtnis stärken und Schwindel schwächen. Auch wurde das Pulver als Herzstärkung gebraucht, da man schon ab 300 v. Chr. von der Heilwirkung, aber auch von der Giftigkeit Bescheid wusste.

Calla

Calla © www.crocus.co.uk

Es ist kaum zu glauben aber die Calla ist ursprünglich eine Sumpfpflanze, deren Herkunft in Afrika liegt. In ihrer Heimat findet man sie oftmals in der Wildnis, speziell in sumpfigen Gebieten. Heute wird sie in Europa häufig als Zimmerpflanze gezogen, da sie lediglich eine Menge Wasser braucht und somit als pflegeleicht gilt. Jedoch ist es bei der Pflege wichtig, Handschuhe zu tragen. Die Blätter und Blüten, sowie der Blütensaft sind giftig. Callas sind typische Brautstrauss-Blumen, da sie sich gut an Kleider und Straussformen anpassen lassen. Die Pflanze ist in verschiedenen Farben wie Weiss, Gelb, Orange, Lila und Dunkelviolett erhältlich. Die optimale Raumtemperatur für die Haltung der Calla liegt zwischen 12 und 25 ° C. Im alten Rom war die Pflanze ein Symbol für die Wintersonnenwende und heute steht sie traditionell noch für Reinheit. Fun Fact: Sie wurde früher vom viktorianischen Adel verwendet, um geheime Botschaften auszutauschen.

Narzissen © www.homedepot.com

Narzissen

Die Narzissen, auch bekannt als Osterglocken, tragen ihren Namen nicht um sonst: Die Blüte symbolisiert das Zeichen des Aufbruchs, weshalb sie oft zu einem Neubeginn oder zu Ostern verschenkt wird. Auch beginnen die ersten Narzissen schon in den Monaten Februar oder März zu blühen, welche die neue Saison ankündigen. Bei den Osterglocken wird zwischen drei verschiedenen Arten unterschieden. Es gibt frühblühende, die ihre Pracht im Februar und März präsentieren aber auch mittelblühende die kurz darauf im März und im April zu blühen beginnen. Dann gibt es zu guter Letzt noch die spätblühenden Osterglocken, die von anfangs April bis Mai ihre Farbpracht in den Garten bringen. Legenden zufolge soll die Blüte erstmals in der Nähe von Jesus im Garten Gethsemane in der Stunde seiner Trauer gefunden worden sein.