Sich von alten Sachen trennen – wie ausmisten?

Ein weiteres Jahr vorbei, indem du dir einen Haufen neue Sachen gekauft hast? Wird der Kleiderschrank jedes Jahr ein Stück voller, die Kommode ein Stück gefüllter und der Keller hat mehr und mehr das Flair einer Abstellkammer? Da taucht die Frage auf: «Benötige ich das wirklich alles noch?». Aber wie geht man vor, um nachhaltig Ordnung zu schaffen? Und wohin mit den alten Sachen? Wir zeigen dir, wie du das Aufräumen bewältigst.

Sich von Sachen trennen: die richtige Methode

Es gibt viele mögliche Ansätze. Einer, der dieses Jahr besonders in den Fokus geraten ist, ist die «KonMarie»-Methode der japanischen Bestseller-Autorin Marie Kondo (daher der Name). Nach dieser Methode solltest du für ein erfolgreiches Entrümpeln folgende Schritte befolgen:

1. Kategorien

Teile deine Habseligkeiten in fünf unterschiedliche Kategorien ein:

    1. Kleider
    2. Bücher
    3. Papier (Kursunterlagen, Formulare, Flyer, …)
    4. Kleinkram (Figuren, Make-up, Elektronik, …)
    5. Erinnerungsstücke

Die Reihenfolge solltest du bei deiner Aufräumaktion nach Marie-Kondo-Art unbedingt befolgen, da du dich so von unwichtigen Sachen zu den mit viel Emotionen verbundenen Stücken hin arbeitest. So wird dir das Ausmisten leichter fallen.

 2. Alles auf einen Haufen

Nehme nun alle Stücke einer Kategorie hervor und lege sie auf einen Haufen. Der Sinn dieser Vorgehensweise ist, dass du mit all deinen Habseligkeiten in Berührung kommst, und damit du siehst, was sich über die Jahre alles in deinen Kommoden angehäuft hat. Allzu leicht vergisst man die alte Lieblingsjeans, die, obwohl sie längst zu klein ist, immer noch im Kleiderschrank liegt.

Sich von alten Sachen trennen

Um sich von alten Sachen trennen zu können, muss man sich erstmal einen Überblick über all seine Habseligkeiten verschaffen.

 3. Glücksfrage

Jetzt kommt das besondere dieser Methode: Du nimmst jedes Stück des zurechtgelegten Haufens in die Hand (ja, jedes einzelne) und stellst dir nicht etwa die Frage «Brauche ich das noch?», sondern «Macht es mir Freude?»(«Does it spark joy?»). Ja? Dann lohnt es sich, etwas zu behalten. Zögerst du aber, so brauchst du es nicht mehr. Du brauchst es nicht, um zufrieden zu sein. Es kann also weggegeben werden. Was aber nicht unbedingt heisst, dass es im Abfall landet.

 

 4. Einräumen

Wenn du dich durch eine Kategorie gearbeitet hast, räumst du die verbliebenen Sachen wieder ein. Aber diesmal mit System: Jedem Stück wird ein fester Platz zugewiesen, was dabei hilft, die neu geschaffene Ordnung auch in Zukunft zu erhalten. Nach Gebrauch stellst du die Sache immer an ihren Ort zurück und vermeidest so Unordnung.

Aufräumen

Hat man alles sorgfältig eingeräumt, braucht es auch ein wenig Disziplin, um die Ordnung zu halten.

 5. Weiter einhalten

Die KonMarie-Methode ist ein Lebensstil, eine Philosophie. Du sollst dich nur mit Dingen umgeben, die dir Freude machen. Das Loslösen von alten Sachen befreit dadurch nicht nur deine Wohnung, sondern auch deinen Geist – magst du die Dinge um dich herum, bist du glücklich. Klingt logisch, oder? Deshalb: Kaufe künftig nur noch Dinge, die du wirklich und (sei ehrlich) wirklich brauchst. Neben dir selbst tust du damit auch der Umwelt etwas Gutes: Ressourcen sparen.

 

 6. Wohin mit den alten Sachen?

Nun, was machst du mit den ausgemisteten Sachen? Da gibt es verschiedene Möglichkeiten:

 

Verschenken oder Spenden
Kennst du jemanden, dem die alte Jeans Freude machen würde? Oder jemanden, der deine ausgemisteten Bücher nur allzu gerne lesen würde? Die Sachen an Bekannte zu verschenken ist ein toller und erfüllender Weg, ins neue Jahr zu starten. Kennst du aber persönlich niemanden, der die Sachen brauchen könnte, obwohl diese noch gut sind? Kein Problem, Organisationen wie Caritas führen regelmässig Spendenaktionen für alte Kleider (Kleidersammlung) oder auch Möbel durch.

Vielleicht findest du jemanden, der einige Bücher deiner Sammlung übernimmt?

Brockenhaus
Ähnlich wie beim Spenden kannst du in deinem regionalem Brocki deine alten, noch brauchbaren Sachen wie Schallplatten, Bücher, CDs und auch Kleider vorbeibringen. Hast du sogar ganze Möbel, die nun, da du so fleissig ausgemistet hast, übrig sind, bieten die meisten Brockenhäuser auch gratis einen praktischen Abholdienst an.

Flohmärkte und Secondhand-Shops

Flohmärkte und Secondhand-Shops sind praktische Möglichkeiten, um mit noch brauchbaren Sachen Geld zu verdienen.

Verkaufen
Bist du vielleicht knapp bei Kasse? Über zahlreiche Online-Marktplätze lassen sich Dinge mit ein wenig Glück sehr einfach verkaufen. Etwa über tutti.ch, ricardo.ch oder seit neustem auch direkt über Facebook. Oder du wählst die etwas klassischere Variante des Verkaufs: Die Teilnahme an einem regionalen Flohmarkt. Auch so können deine alten Sachen jemand anderem eine Freude bereiten.

 

Entsorgen
Natürlich gibt es auch Dinge, die schlichtweg entsorgungsreif sind. Ein veraltetes, defektes Radio, alte Kosmetikartikel und so weiter. Für sie ist es höchste Zeit, entsorgt zu werden. Nach Möglichkeit bringst du die Sachen zu einer Entsorgungs- und Recyclingstelle. In der Schweiz gibt es an vielen Orten solche Anlagen. Positiver Nebeneffekt: So werden aus deinen alten Sachen wieder neue, schöne Dinge hergestellt.

 

Auch wenn das Projekt Ausmisten zeitaufwändig ist: Nachdem du dich von deinen alten Sachen getrennt hast, wirst du dich gleich besser für das neue Jahr vorbereitet fühlen. Umgeben mit Dingen, die dir wirklich wichtig sind, bist du nun bereit, ein neues Jahr voller nachhaltiger, intelligenter Konsumentscheide zu starten. Ohne Angst haben zu müssen, dass deine Schränke irgendwann aus allen Nähten platzen.

Artikel: Ein weiteres Jahr vorbei, indem du dir einen Haufen neue Sachen gekauft hast? Wird der Kleiderschrank jedes Jahr ein Stück voller, die Kommode ein Stück gefüllter und der Keller hat mehr und mehr das Flair einer Abstellkammer? Da taucht die Frage auf: «Benötige ich das wirklich alles noch?». Aber wie geht man vor, um nachhaltig Ordnung zu schaffen? Und wohin mit den alten Sachen? Wir zeigen dir, wie du das Aufräumen bewältigst.