Smart Living im Kochalltag: Kreativ und clever gegen Foodwaste

Schweizerinnen und Schweizer verschwenden jährlich zwei Millionen Tonnen einwandfreier Lebensmittel – fast die Hälfte davon in privaten Haushalten. Auch wenn die subjektive Wahrnehmung oftmals anders ist: Pro Kopf und Tag werfen die Schweizer fast eine ganze Mahlzeit weg! Das hat weitreichende Folgen für Mensch und Umwelt. Schon kleine Veränderungen tragen dazu bei, dass weniger Lebensmittel verloren gehen.

Foodwaste in der Schweiz

Unter Foodwaste versteht man Lebensmittel, die für den menschlichen Konsum produziert wurden und auf dem Weg vom Feld bis zum Teller verloren gehen oder weggeworfen werden. Gründe dafür können zum Beispiel Überproduktion, aussortierte, unförmige Früchte, Transportverluste, zu grosse Portionen, abgelaufene Produkte oder Tellerreste sein. Hingegen zählen nicht essbare Teile von Lebensmitteln nicht als Foodwaste.
In der Schweiz gehen auf diesem Weg rund ein Drittel aller bei uns produzierten Lebensmittel verloren oder werden verschwendet. Das entspricht pro Jahr rund 2 Millionen Tonnen Nahrungsmittel oder der Ladung von rund 140‘000 Lastwagen, die aneinandergereiht eine Kolonne von Zürich bis Madrid ergeben würden. Fast die Hälfte der Abfälle werden in Haushalten und der Gastronomie verursacht: Pro Person landen in der Schweiz täglich 320 Gramm einwandfreie Lebensmittel im Abfall. Dies entspricht fast einer ganzen Mahlzeit pro Person. Fest steht: die Verluste müssen verringert und die Verschwendung gestoppt werden – aus ethischen, ökologischen und ökonomischen Gründen!

In 6 Schritten zu weniger Foodwaste

1. Besser planen
Schauen Sie regelmässig in den Kühl- und Vorratsschrank, planen Sie vorausschauend, berechnen Sie die Mengen und erstellen Sie einen Einkaufszettel.

2. Bewusst und clever einkaufen
Kaufen Sie nur so viel ein wie Sie tatsächlich benötigen. Geben Sie kleinen oder unverpackten Portionen den Vorzug und seien Sie vorsichtig mit Aktionen und Spontankäufen. Kaufen Sie wenn immer möglich lokal und saisonal ein. Vermeiden Sie verderbliche Waren beim Wocheneinkauf, diese können während der Woche besorgt werden.

Der besondere Tipp: Mit cleveren Einkaufshelfern wie zum Beispiel der „Too Good To Go“-App können Sie in Restaurants und Läden in ihrer Nähe übrig gebliebenes Essen zum halben Preis anbieten: Zum Video, wie die „Too Good To Go“-App funktioniert.

3. Optimal aufbewahren
Durch optimale Lagerung können Sie die Haltbarkeit ihrer Lebensmittel verlängern. Setzen Sie Kühlschrank, Tiefkühler, Keller, Vorratskammer, Behälter, Brotkörbe etc. clever ein (Tipps & Tricks nach Lebensmitteln) und arbeiten Sie mit altbewährten Konservierungsmethoden wie zum Beispiel Einfrieren, Einkochen, Einmachen, Trocknen und Vakuumieren.

Der besondere Tipp: Lebensmittel halten durch das Vakuumieren um ein Vielfaches länger frisch. Mit diesem Verfahren können auch grössere Mengen an Esswaren problemlos konserviert werden:

4. Perfekt portionieren
Vermeiden Sie bereits beim Einkauf zu grosse Mengen. Portionieren sie vor dem Kochen richtig und servieren Sie kleinere Portionen. Wenn dennoch etwas übrig bleibt, verwenden Sie die Resten oder bewahren Sie diese längerfristig richtig auf (siehe Schritt 3).

5. Kreativ kochen
Widmen Sie einen Tag pro Woche der Resteverwertung und verwandeln Sie diese in ein neues Menü. Rezepte für die Restenverwertung finden Sie im Netz (z.B. Rezepte gegen Foodwaste).

Der besondere Tipp: Haben Sie trotz allem einmal zu viel Essen im Haus? Teilen Sie diese vor dem Verfall mit Freunden oder Nachbarn oder verschenken Sie diese über foodsharingschweiz.ch an soziale Einrichtungen oder andere Personen.

6. Tue Gutes und rede darüber
Reden Sie mit Familie und Freunden über Foodwaste, tauschen Sie sich untereinander aus, was Sie dagegen unternehmen. Auf diese Weise können Sie Ihren Teil beisteuern, die Wegwerfmentalität einzudämmen und die Reduktion von Foodwaste auch in Ihrem Umfeld zur Ehrensache zu erheben!

 

Smart Living ist die neue Lebensphilosophie

In den nächsten Monaten werden wir laufend auf verschiedene Aspekte des Intelligenten Wohnen und Lebens in der Zukunft eingehen. Helfen Sie uns, diese neue Artikelserie mitzugestalten und verraten Sie uns, ob und wie Sie heute schon smart leben und wohnen, welche Konzepte Sie schon verinnerlichen oder anvisieren möchten und welches Ihre ganz persönlichen Zukunftsvisionen und Ihre Wünsche und Anforderungen an Ihr Zuhause der Zukunft sind!

Bisher erschienene Beitrage der Artikelserie „Megatrend Smart Living“: