Tipps gegen Einbrecher

90% aller Einbrüche erfolgen via Sitzplatz- oder Balkontüre, via Fenster, Haus- oder Wohnungstüre. Zum Glück lassen sich diese nachrüsten, auch bei Mietwohnungen.

Laut Statistiken passieren die meisten Einbrüche nicht nachts, sondern tagsüber zwischen 10 und 13 Uhr. Je mehr man aber Einbrechern den Zutritt erschwert, desto eher lassen sich diese abschrecken. Mit andern Worten: Rüsten Sie auf und machen Sie potentiellen Einbrechern das Leben so richtig sauer.

Die meisten Einbrüche passieren tagsüber, am häufigsten durch Sitzplatz- und Balkontüren. Da lohnt es sich, in die eigene Sicherheit zu investieren. Bild © Fotolia, Urheber Cyril Comtat

Die meisten Einbrüche passieren tagsüber, am häufigsten durch Sitzplatz- und Balkontüren. Da lohnt es sich, in die eigene Sicherheit zu investieren. Bild © Fotolia, Urheber Cyril Comtat

Fenster und Türen sind speziell gefährdet

Einbrüche geschehen meist via gut zugängliche Fenster und Türen: Z.B. im Parterre, Hochparterre und im ersten Stock. In Mehrfamilienhäusern sind selbst obere Etagen nicht sicher, weil da weniger Publikumsverkehr herrscht und sich die Einbrecher via Wohnungstüre praktisch ungestört ans Werk machen können.

Verunmöglichen Sie das Aufhebeln von Fenstern und Fenstertüren

Am häufigsten suchen sich Kriminelle bei Einbrüchen ihren Weg durch Sitzplatz- resp. Balkontüre und Fenster, indem sie die Fensterflügel einfach aufhebeln. Bei normalen Fenstern dauert das keine 20 Sekunden. Wer solche Angriffe abwehren will, sollte bestehende Fenster(-türen) nachrüsten lassen: Z.B. durch Integral der Firma Quadragard, die punkto Einbruchschutz marktführend ist. Integral eignet sich für fast alle Fenster und Fenstertüren, weil es sie durch einen vertikalen Stangenverschluss mit zwei Verriegelungspunkten sowie Bandsicherungen auf der Scharnier-Seite sichert.

Erschweren Sie das Einsteigen durch Scheiben

Gegen Einbrüche nützen verstärkte Fensterflügel nur, wenn sich der Einbrecher seinen Weg nicht durch die Fensterscheibe suchen kann. Wer keine Scheiben aus Verbundsicherheitsglas hat, kann auch hier nachrüsten und auf bestehende Normal-Verglasungen raumseitig eine laminierte Sicherheitsfolie wie z.B. der Marke Profilon applizieren lassen. Wichtig ist, dass solche Folien eine Stärke von mind. 360 μm (Mikrometer) aufweisen. Tipp: Es gibt auch Ausführungen, die einen integrierten Sicht-, UV- und Sonnenschutz aufweisen oder Alarmfäden, die an eine Alarmanlage angeschlossen werden können.

Sagen Sie Schloss-Knackern den Kampf an

Gut ein Fünftel aller Einbrüche erfolgt durch das Knacken von Schlössern oder Aufhebeln der Eingangstüre. Zum Glück kann man qualitativ einwandfreie, mind. 4 cm dicke Türen meist nachrüsten. Dies, indem man das bestehende Schloss mit nur einem Verriegelungspunkt durch ein Verriegelungssystem mit mehreren Verriegelungspunkten ersetzt. So bietet Duo-Lock z.B. eine massive 2-Punkt-Verriegelung mit Zylinderschutz aus gehärtetem Stahl. Und mit Multilock hat man sogar ein Schliesssystem, das über vier bis sechs Schliessriegel verfügt, von denen jeder einem Druck von mehr als einer Tonne standhält.

Querschnitt der Stahlsicherheitstüre Adlo, die wie eine normale Türe aussieht, aber widerstandsfähig gegen Einbrüche, Feuer, Schall und sogar Schüsse ist. Bild © www.quadragard.ch

Querschnitt der Stahlsicherheitstüre Adlo, die wie eine normale Türe aussieht, aber widerstandsfähig gegen Einbrüche, Feuer, Schall und sogar Schüsse ist. Bild © www.quadragard.ch

Neue Sicherheitsfenster gegen Einbrüche

Bei einem Neu- oder Umbau sollte man gefährdete Fenster und Fenstertüren am besten gleich von Anfang an mit Verbundsicherheitsglas und einbruchhemmenden Verschlüssen wie PAXsecura planen. Es gibt natürlich viele andere Fensterkonstruktionen. Wenn Sie wissen möchten, worauf Sie achten müssen, lesen Sie am besten den Ratgeber des Vereins für Sicherheits-Informationen VSI und holen Sie sich Rat bei der Polizei.

Sicherheitstüren: Achten Sie auf «Europäische Norm»

Für neue Türen empfiehlt sich die Anschaffung von geprüften Türelementen nach Europäischer Norm EN 1627–1630, wie z.B. Quadraport®Ri oder Quadraport®Adlo. Quadraport®Ri ist eine Türe aus speziellen Holzwerkstoffen für erhöhte Sicherheitsanforderungen. Sie ist nicht nur unglaublich schwer zu knacken, sondern auch gegen Feuer getestet. Quadraport®Adlo hingegen sieht nur wie eine normale Holztüre aus, ist aber eine Stahlsicherheitstüre, die widerstandsfähig gegen Einbruch, Feuer, Schall und sogar Schüsse ist. Herzstück ist hier die Multilock-Türsicherung, welche die Türe mit einer einzigen Schlüsseldrehung allseitig durch 6-12 Stahlriegel sichert und auf der Scharnierseite 10-14 massive Stahlbolzen aufweist.

Schutz gegen Einbrüche ist auch in Mietwohnungen ein Thema

Auch Mieter sollten die Sicherheit Ihrer Wohnungstüre überdenken. Lassen Sie sich im Zweifelsfall von der Polizei beraten. Falls Sie Türe oder Fenster aufrüsten möchten, sprechen Sie vorher mit dem Vermieter. Sie benötigen eine Erlaubnis. Manche Vermieter sind zudem bereit, sich an den Kosten zu beteiligen oder sie sogar ganz zu übernehmen.

Beratung durch Kantonspolizei lohnt sich

Die zuständige Kantonspolizei bietet in der Regel eine kostenlose Sicherheitsberatung an. Gemeinsam mit Ihnen werden die entsprechenden Sicherheitsexperten vor Ort herausfinden, welche Massnahmen die richtigen sind.

Nützliche Tipps zum Thema «Einbrüche» enthalten die Broschüre „Riegel vor“ der Schweizerischen Kriminalprävention sowie der Ratgeber des Vereins für Sicherheitsinformationen VSI.