Welcher Kochherd ist für mich geeignet?

Egal, ob du eine neue Küche planst oder eine alte ersetzen willst: der Kochherd will gut gewählt sein. Wir zeigen dir, was du über Stahl-, Ceran-, Induktions- und Gaskochherde wissen musst.

Während ein Gasherd oft in Kombination mit einem Backofen geliefert wird, können andere Herdtypen auch einzeln erworben werden. Was sich am besten für deine Küche eignet, hängt davon ab, ob du den Kochherd in einer Kochzeile platzieren willst oder ob genug Platz vorhanden ist für einen Standherd, der Backofen und Kochherd kombiniert. Diese sind übrigens meistens etwas günstiger.

Stahl-/Massekochfeld

Masse-/Elektrokochfelder sind robust und günstig, weshalb sie oft in Altbauwohnungen zu finden sind. In neueren bzw. renovierten Wohnungen sind sie inzwischen aber aus der Mode geraten.

Nicht mehr so oft anzutreffen: Elektrokochherd (Wikipedia)

So ist etwa ihr Energieverbrauch hoch: kein Wunder, es muss ja auch jede Menge Stahl erhitzt werden, bevor die Hitze in der Pfanne ankommt.

Darüber hinaus die Reinigung aufgrund der Rillen aufwendig. Kommt hinzu, dass die Pfannen nicht einfach mal rasch von den erhöhten Platten weggezogen werden können. Wie bei allen Kochherden (mit Ausnahme der Induktionsherde) ist ausserdem die Verbrennungsgefahr als Nachteil zu erwähnen.

Ceran-/Glaskeramikherde

Pluspunkte sind der Preis, die Robustheit und die Bedienbarkeit. Positiv ist zudem, dass neben der eigentlichen Kochstelle kaum Hitze abgegeben wird. Ganz zu schweigen davon, dass du auch nur das Kochfeld kaufen kannst und dir nicht gleich eine ganze Herd-Ofen-Kombination anschaffen musst.

Glühend roter Cerankochherd (Wikipedia)

Weil sich oft alle Bedienelemente direkt im Cerankochherd befinden, sind sie flexibel einsetzbar. Sie können etwa direkt in einer Kochzeile eingelassen werden. Glaskeramikherde punkten mit variablen Kochfeldern (bspw. erlauben viele das Zusammenschalten von zwei kleineren Kochfeldern zu einem grossen). Zu guter Letzt spricht das Design für einen solchen Herd.

Ein Nachteil ist der im Vergleich zu Induktions- und Gaskochherden höhere Energieverbrauch. Auch braucht es lange, bis die Platte heiss ist und nach dem Kochen strahlen Cerankochherde noch eine Weile lang Hitze aus. Nicht jeder Pfannentyp ist für solche Herde geeignet, es besteht die Gefahr von Kratzern und Speisen brennen rasch an.

Induktion

Induktionsherde sorgen für Hitze, indem sie ein elektromagnetisches Feld erzeugen. Die Energie, die bei Stahl- oder Glaskeramik-Kochfeldern ins Erhitzen der Platten gesteckt werden muss, entfällt. Das erfordert Spezial-Kochgeschirr, das aus magnetisierendem Gusseisen oder Edelstahl besteht (teste es am besten beim Pfannenkauf mit einem Magnet).

Sieht aus wie ein seltsamer Plattenspieler, ist aber ein Induktions-Kochherd (Wikipedia).

Die Induktion sorgt dafür, dass die Herde im Vergleich zu Glaskeramik 30 % und verglichen mit Gusskochplatten 50 % Energie sparen. Weiterer Vorteil: Auf solchen Herden kann ruckzuck losgekocht werden und die Hitze ist sehr genau regulierbar.

Ausserdem können sich Kinder nicht verbrennen. Nachteilig sind die Investitionskosten für Herd und Pfannen und die Energieverluste durch die Standby-Steuerelektronik. Ein guter Induktionskochherd sollte weniger als 2 Prozent Standby-Verbrauch haben.

Gaskochherd

Viele Foodies und Hobbyköche schwören auf Gasherde. Verantwortlich dafür ist das Profiküchenflair, das von solchen Herden ausgeht. Durch up-to-date-Design-Varianten wie Glaskeramik-Gasherde passen sie nicht nur in urchige, sondern auch in moderne Küchen. Aber natürlich hat auch das klassische Edelstahl-Design optischen Reiz.

gaskochherd

Besonders stylischer Gaskochherd (creative common)

Mit Gas kocht es sich rasch und präzise. Die Aufheizphase entfällt und die Hitze kann einfach und rasch reguliert werden. Der Betrieb eines Gaskochherdes ist günstig, weil der Energieverbrauch gering ist.

Nachteilig ist, dass ein Gasanschluss gelegt werden muss und dass sich viele Leute trotz Sicherheitsmechanismen vor Gasaustritt fürchten. Auch der im Vergleich zu Induktions- und Cerankochherden erhöhte Reinigungsaufwand schlägt negativ zu Buche. Dasselbe gilt für Gefahren von Gasherden im Zusammenhang mit Kindern.