Wie man sich ein realistisches Mietbudget setzt

Welche Miete kann ich mir leisten?

 

Damit man die perfekte Wohnung oder das perfekte Eigenheim für sich finden kann, macht es Sinn zuerst herauszufinden, wie viel Miete man sich eigentlich leisten kann. Ein realistisches Budget zu erstellen, kann Ihnen später die Enttäuschung ersparen, dass Sie sich schon in das perfekte Objekte verlieben, das mehr kostet als man ausgeben sollte.

Eine Daumenregel besagt, dass nicht mehr als ein Drittel des Einkommens für die Miete ausgegeben werden sollte, aber das kann irreführend sein. Geht man dabei vom Bruttolohn oder dem Nettolohn (nach diversen Abzügen) aus? Sind in der Miete die Nebenkosten miteinbezogen? Und falls noch Studiengebühren, diverse Autozahlungen und sonstige Kreditkartenrechnungen zu zahlen sind, könnten 30 Prozent zu viel sein.

Nicht nur die Miete kostet

Ihre Ausgaben Schwarz und Weiss zu haben, kann Ihnen helfen zu erkennen, wo Sie allenfalls Verzicht leisten müssen. Ebenfalls kann es vorkommen, dass Ihr Vermieter wissen möchte, wie es mit Ihren Schulden so aussieht.

Alltägliche Kosten summieren sich und bevor Sie den Taschenrechner zur Hilfe ziehen, möchten Sie allenfalls herausfinden, für was Sie in den letzten Monaten ihr Geld ausgegeben haben. So verpassen Sie nichts:

  • Das Notwendige: Wahrscheinlich haben Sie Pendlerkosten (Generalabonnement oder Kosten für das Auto wie Versicherung und Benzin), Kosten für Ihre Krankenkasse, Mietausgaben, sowie auch Kreditkartenrechnungen, das Smartphone, WLAN und Lebensmittel, die zu bezahlen sind.
  • Freizeit: Nun addieren Sie das, was Sie monatlich für den täglichen Kaffee (oder Feierabenddrink), die neue Kleidung, das Fitnessstudioabonnement, Netflix oder andere Unterhaltung ausgeben.
  • Erspartes: Idealerweise sollte ein kleiner Teil Ihres monatlichen Einkommens auf ein Sparkonto fliessen. So bleibt immer etwas auf der Seite und so können Sie sich auch sicher sein, dass Sie für Unerwartetes finanziell gewappnet sind – zumindest zu einem gewissen Bruchteil.

 

Was gilt nun

Wenn wir nun also wieder einen Blick auf die Daumenregel werfen, soll die Miete ein Drittel des Bruttoeinkommens inkl. Nebenkonsten nicht übersteigen.  Dieser Maximalwert soll aber nur ausschöpfen, wer keine Schulden hat und über ein gesichertes Einkommen oder sogar Aufstiegsmöglichkeiten im Job verfügt. Bei unterdurchschnittlich tiefen Einkommen sind oftmals schon 25 Prozent das Maximum dessen, was tragbar ist. Auch die Nebenkosten erscheinen oftmals auf den ersten Blick recht günstig, während dann nach der Heizkostenabrechnung noch hohe Nachzahlungen fällig werden.

Aufgepasst – denken Sie daran: Die Miete soll auch dann noch tragbar sein, wenn beispielsweise das Einkommen Ihres Partners oder ein Zweiteinkommen wegfällt, weil sich Nachwuchs ankündigt.

 

Kosten teilen

Falls Ihr Mietangebot Ihre Erwartungen nicht erfüllt, lohnt es sich zu überlegen, zusammen mit einem/mehreren Mitbewohnern zu wohnen. Die Kosten auf mehrere Personen aufzuteilen ermöglicht einem mehr finanziellen Spielraum. Aber Achtung: Überlegen Sie sich gut, ob Sie auch längerfristig mit den ausgewählten Personen zusammenleben können.

Beim Gedankenmit dem Partner in eine Wohnung zu ziehen, ist es hilfreich einen genaueren Blick auf ihre/seine finanziellen Gewohnheiten zu werfen, bevor man den Mietvertrag unterzeichnet.  Da würde es sich lohnen sich zusammenzusetzen und einen Finanzplan zu erstellen, um zukünftig stets in der Lage zu sein, offene Rechnungen bezahlen zu können.

Auch wenn Sie vielleicht weder Studiengebühren noch Schulden zu begleichen haben, möchten Sie möglicherweise Ihre Mietausgaben begrenzen und das zusätzliche Geld für ein zukünftiges Eigenheim sparen.